Prontosan® W - Die Lösung für die chronische Wunde
Wundspülung (Artikel aus Heilberufe Heft 2.2004: S. 68)
Risokobewertung für Prontosan W (als pdf-Datei)

 Herstellerangaben

  Prontosan® W - Die Lösung für die chronische Wunde
 
Bei der lokalen Therapie zur Wundreinigung muss mit einer Substanz gearbeitet werden, die alle Kriterien- Gewebeverträglichkeit, fehlende Toxizität, keine Allergisierung, Keimabtötung - erfüllt. Es darf anhand experimenteller Arbeiten als gesichert und anhand klinischer Erfahrungen bestätigt gelten, dass polihexanidhaltige Lösungen (0,1%) neben ihrer guten dekontaminierenden Wirkung die Wundheilung nicht behindern. Polihexanid senkt aufgrund seiner tensidischen Eigenschaft die Oberflächenspannung der Wassers und ermöglicht bei entsprechender Einwirkzeit Wundbeläge auch aus schwer zugänglichen Stellen (Risse, Kavernen etc.) zu entfernen. Die seit Jahren oft eingesetzte Anwendung von enzymatischen Reinigern kann bei trockenen Krusten oder Nekrosedeckeln nicht empfohlen werden, der Kostenaspekt und die tatsächliche Wirksamkeit sollten hier kritisch beleuchtet werden. Laut Expertenempfehlungen sollte ebenfalls auf den Einsatz von Lokalantibiotika und farbstoffhaltigen Lösungen wegen fehlender Wirksamkeit, Lücken im Keimspektrum, möglichen allergischen Reaktionen und Resistenzen verzichtet werden.

Hier setzt die Prontosan® W Wundspüllösung an. Sie besitzt Alleinstellungsmerkmale in punkto Reinigungspotential, weil sie eine geringere Oberflächenspannung als übliche Spüllösungen ausweist und dadurch eine umfangreiche Reinigung ermöglicht.

Mit dieser Spüllösung können schnell, dermatologisch unbedenklich und effektiv Zelltrümmer, Nekrosen, Blut- und Eiterreste beseitigt werden. Außerdem entfernt Prontosan® W Wundspüllösung gewebeschonend Reste von alten Wundauflagen und absorbiert den Wundgeruch, der Patienten, Angehörige und Pflegekräfte gleichermaßen belastet.

Die Anwendung in der 40 ml- Patrone und 350 ml- Spritzflasche ist praxisorientiert. Mit der 6- wöchigen Haltbarkeit nach Anbruch besitzt Prontosan® W Wundspüllösung die Alleinstellung am Markt, alle anderen polihexanidhaltigen Lösungen sind höchstens 3 Tage nach Anbruch haltbar. Prontosan® W Wundspüllösung zeichnet sich durch Allergiefreiheit und beste Haut- und Gewebeverträglichkeit aus. Die Lösung ist mit allen Produkten der modernen Wundversorgung kompatibel.

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Wundspülung

Artikel aus Heilberufe Heft 2.2004: S. 68

Von Johnson & Johnson Wound Management Norderstedt mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.


Die Wundspülung ist der einzige weithin akzeptierte Standard in der Wundbehandlung. Das Spülen einer Wunde sollte am Anfang jeder Wundbehandlung stehen und bei jedem Verbandwechsel, insbesondere in der Reinigungsphase einer Wunde, durchgeführt werden.
     
Durch das Spülen einer Wunde werden mechanisch nicht nur lose, im Wundbereich sich befindende Gewebereste und sonstige Partikel entfernt, sondern auch Keime. Bereits die Kolonisation einer chronischen Wunde kann eine Biofilmbildung zur Folge haben. Diese beginnt i.d.R., wenn mehrere auf der Wunde sich befindende Bakterien in der Lage sind, eine Glykokalyx oder Matrix zu bilden. Dieser Biofilm schützt die Bakterien vor äußeren Einflüssen und ermöglicht ihnen eine ungestörte Vermehrung. Gleichzeitig können sich andere Bakterien an diese Hülle heften und vermehren. Mit der Zeit entsteht eine Mischung aus verschiedenen Keimen und es bildet sich innerhalb des Biofilms ein bakterielles Gleichgewicht aus. Der Biofilm schützt die Bakterien gleichzeitig vor extern applizierten Stoffen wie z.B. Antiseptika. Begünstigend für das Bakterienwachstum kann sich weiterhin die bei chronischen Wunden häufig vorliegende verminderte Mikrozirkulation auswirken, wodurch dann auch ein systemisches Antibiotikum nicht in ausreichender Konzentration in die Wunde gelangen kann. Entscheidend für den weiteren Verlauf der Wundheilung ist daher, den Biofilm zu durchdringen. Dies ist aber letztlich nur möglich mit einem mechanischem Débridement, d.h. durch gründliches Spülen der Wunde, evtl. auch durch ein sog. Cleansing der Wunde, d.h. Abwischen mit sterilen Kompressen. nach oben

Möglichkeiten der Wundspülung

Es bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten an:

Die einfachste Variante ist das Ausduschen einer Wunde mit der Badezimmerdusche. Durch diese Methode wird ein Teil des Biofilms mechanisch entfernt. Diese Methode birgt die Gefahr einer Neubesiedlung mit Pseudomonas aeruginosa durch event. verkeimte Duschköpfe. Empfehlenswerter ist die Verwendung von sterilen Wundspüllösungen wie physiologischer Kochsalzlösung oder Ringerlösung. Allerdings sollten diese Lösungen im Hinblick auf die Sterilität nur aus Einmalbehältnissen appliziert werden. Desweiteren müssen angebrochene Spüllösungen täglich verworfen werden.

Eine neuartige Wundspüllösung ermöglicht nun erstmals ein Durchdringen des Biofilms durch die Kombination von Polihexanid und Undecylenamidopropyl-Betain. Die Kombination der Inhaltsstoffe gewährleistet eine 6-wöchige Haltbarkeit nach Anbruch der Flasche und setzt die Oberflächenspannung der wässrigen Lösung herab. Dies ermöglicht das Auflösen des Biofilms sowie eine hohe Spülwirkung selbst in zerklüfteten Wunden. In-vitro-Untersuchungen bezüglich der Beeinflussung des Zellwachstums belegen für Prontosan® eine sehr gute Gewebeverträglichkeit. Unter Prontosan® konnte sowohl nach kurzzeitiger (1 Minute) als auch nach längerer (30 Minuten) Einwirkung ein Zellwachstum beobachtet werden.

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Mit Prontosan W Wundspüllösung wird nun erstmals eine gebrauchsfertige, gut verträgliche und nach Anbruch garantiert 6 Wochen haltbare Reinigungslösung angeboten.

Prontosan W Spüllösung ist ein Medizinprodukt und wird in folgenden Packungsgrößen angeboten: 40 ml-Einweg-Patrone und 350 ml-Spritzflasche mit Schraubverschluss.

     
Prontosan W Spüllösung ®

Gebrauchsfertige, wässrige Lösung mit Polihexanid und Undecylenamidopropyl-Betain. Die Kombination der Inhaltsstoffe garantiert eine 6-wöchige Haltbarkeit der Lösung nach Anbruch. Die Oberflächenspannung wird herabgesetzt, d.h. Prontosan W Wundpüllösung verteilt sich gleichmäßig auf der gesamten Wundfläche, selbst in zerklüfteten Wunden.Beläge und abgestorbenes Gewebe werden wirksam angedaut und entfernt.

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Dr. S. Kahner-Gröne

ISKG-Institut f. Service, Kommunikation und Gesundheit

22964 Steinburg

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Literatur:

Schwarzkopf A. Die Mikrobiologie der Wunde. ZfW 2002; 6: 214-216.

Schwarzkopf A. Betrachtungen zur Hygiene bei der Wundversorgung. ZfW 2003; 3: 82-84.

Schwarzkopf A. Dekontamination und Wunde - der Versuch einer Definition. medical spezial 2002; 5: 37-39.

Noemi Soós S. Feuchte Wundbehandlung ist das Nonplusultra. MMW Fortschr. Med. 2003; 35-36: 41-43.

Gerngroß H. (Hrsg.). Moderne Wundbehandlung. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998; Kapitel 11.

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