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Die Prävalenz von Ulcera cruri: eine Literaturübersicht
Extravasate und deren Folgeerscheinungen durch systemische Chemotherapie
BVMed-Klarstellung zu den Regelungen der Gesundheitsreform: "Verbandmittel können auch weiterhin verordnet werden"
Gesundheitsreform: Neues BVMed-Informationsblatt zu den Zuzahlungsregelungen bei Hilfsmitteln, Verbandmitteln und enteralen Ernährungsprodukten
Prontosan W im Vertrieb bei Johnson & Johnson

Die Prävalenz von Ulcera cruri: eine Literaturübersicht
 
Epidemiologische Studien liefern einige Informationen zum Vorkommenen von Ulcera cruri, allerdings unterscheiden sich diese Einschätzungen. Die Unterschiede haben verschiedene Gründe, wie z.B. Gesamt- oder Punktprävalenz, Einschluß- und Ausschlußkriterien, die Altersverteilung der Patienten und die Methode zur Identifizierung der Patienten.

Eine Kombination von Fragebögen für Professionals und zufällig ausgewählte Betroffene erscheint als beste Methode zur Einschätzung der Prävalenz.

Aus den zur Verfügung stehenden Daten zogen die Autoren folgende Schlußfolgerungen:

  • Die Prävalenz von Ulcera cruri wird durch Professionals auf ca. 0,11 - 0,18% geschätzt. Der Anteil von Rezidiven liegt zwischen 1- 2% der Gesamtpopulation.
  • In Wirklichkeit liegt die Prävalenz wesentlich höher, da sich selbst behandelnde Patienten nicht mit erfasst werden.
  • Ulcera cruri von arbeitsfähigen Patienten sind unterrepräsentiert, da sich diese Menschen häufig selbst therapieren.
  • Ulcera cruri haben verschiedene Ursachen. Der häufigste Grund sind Erkrankungen der Venen, die Schätzungen liegen zwischen 37 - 81%. Andere Ursachen sind rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Traumen und Tumore.
 
Briggs, M.; Closs, S.J.: nach oben
The prevalence of leg ulceration: a review of the literature
EWMA Journal 2003, vol. 3, No 2: 14-20
Onlineversion unter: http://www.ewma.org/pdf/fall03/s04.pdf

Extravasate und deren Folgeerscheinungen durch systemische Chemotherapie
 
Extravasate sind schwerwiegende Komplikationen einer Chemotherapie, die im Extremfall auch zum Verlust einer Extremität führen können. Primäres Ziel ist die Vermeidung von Extravasaten. Dies geschieht durch folgende Maßnahmen:
  • Geeignetes Gefäß/Infusion über Portsystem
  • Geeigneter Zugang und Fixierung
  • Vorsicht bei Mehrfachpunktionen am selben Arm (Extravasat durch Stichkanal)
  • Sichere Lagerung der Extremität
  • Wiederholte Information des Patienten
  • Dosierte Injektion über den Zugang einer im "Schuss" laufenden Infusion
  • Kontrolle der Punktionsstelle

Extravasate bedürfen einer engmaschigen klinischen Kontrolle und frühzeitigen, zumindest unspezifischen symptomatischen Therapie, wobei der Stellenwert spezifischer Antidota noch nicht endgültig geklärt ist.

In ihrem Verlauf sollte schon bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Nekrose eine chirurgische Intervention erwogen werden. Eine unter Umständen plastische Deckung kann als Elektiveingriff zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wichtig ist grundsätzlich eine schriftliche und fotografische Dokumentation des Extravasates und der durchgeführten Therapie.

 
Weber, M.: nach oben
Extravasate und deren Folgeerscheinungen durch systemische Chemotherapie
Hartmann WundForum 4/2003: 9-14

BVMed-Klarstellung zu den Regelungen der Gesundheitsreform: "Verbandmittel können auch weiterhin verordnet werden"
 
BVMed-Pressemitteilung vom 07.01.2004 - Nr. 02/04

Verbandmittel können auch nach den neuen Regelungen der Gesundheitsreform weiterhin zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden. Sie fallen nicht unter die Regelung, nach der rezeptfreie bzw. nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel für Patienten über 12 Jahren nicht mehr zu Lasten der GKV verordnungsfähig sind. Darauf hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hingewiesen.

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Gesundheitsreform: Neues BVMed-Informationsblatt zu den Zuzahlungsregelungen bei Hilfsmitteln, Verbandmitteln und enteralen Ernährungsprodukten
 
BVMed-Pressemitteilung vom 27.01.2004 - Nr. 08/04

Bei den neuen Zuzahlungsregelungen der Gesundheitsreform seit 1. Januar 2004 gelten für bestimmte Hilfsmittel sowie für Verbandmittel und enterale Ernährungsprodukte Sonderregelungen. Darauf weist der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, in einem Informationsblatt für Patienten hin, das unter www.bvmed.de (Publikationen) abgerufen werden kann. Der Informationsflyer enthält auch wichtige Informationen zur Verordnungsfähigkeit von Verbandmitteln und enteralen Ernährungsprodukten für Ärzte.

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Prontosan W im Vertrieb bei Johnson & Johnson nach oben
 
Die polihexanidhaltige Wundspüllösung Prontosan W wird seit Anfang 2004 auch durch die Firma Johnson & Johnson vertrieben. Johnson & Johnson rundet damit seine umfangreiche Produktpalette zur Wundversorgung weiter ab. Neben Actisorb Silver 220 steht mit Prontosan W ein weiteres, sehr effektives Wundbehandlungsmittel zur Behandlung und -prophylaxe von Infektionen zur Verfügung.