Februar 2005

Wie sieht die Zukunft in der häuslichen Versorgung aus?
Vergleich des Rückhaltevermögens (Retention) für Bakterien von unterschiedlichen Wundauflagen
Kriterien zur Identifizierung von Wundinfektionen
 
Industrienachrichten:
Langzeitstudie über MiS Micro-Stimulation:

In einer wissenschaftlichen Langzeitstudie wurde die Wirksamkeit und der therapeutische Nutzen von MiS Micro-Stimulations-Systemen nachgewiesen. Eine zusammengefasste Darstellung der Ergebnisse können Sie aus dem Bereich Leitlinien/Dekubitus/Druckreduzierende Systeme downloaden.


Wie sieht die Zukunft in der häuslichen Versorgung aus?
 
Wunden können erfolgreich aus der Ferne überwacht werden
 

Eine Pilotstudie hat gezeigt, dass es möglich ist, Ulcera cruri mit Hilfe einer digitalen Fotografie genau zu beurteilen.
An dieser Studie, veröffentlicht im „Journal of Telemedicine and Telecare“, waren 34 Patienten mit der Primärdiagnose Ulcus cruris beteiligt. Pflegepersonal ambulanter Pflegedienste (keine Wundexperten) fotografierten die Wunden und schickten die Digitalfotos, inklusive anderer Patientendaten, an eine Stoma- und Wundtherapeutin (ETN).
Mit Hilfe eines quantitativen Bewertungsbogens, des „Medicare Outcome and Assessment Information Set“ (OASIS), konnte festgestellt werden, dass die Einschätzungen der Ulzera durch das ambulante Pflegepersonal und der ETN im allgemeinen übereinstimmten. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass die digitalen Bilder die Wunden genau darstellen.
Allerdings gingen die Meinungen über die Behandlungsmöglichkeiten oft auseinander. Dies weißt daraufhin, dass durch Wundspezialisten die klinischen Ergebnisse verbessert werden können.
Patienten mit Wunden an den unteren Extremitäten werden gewöhnlich durch ambulante Pflegedienste versorgt. Wundspezialisten (wie ETNs) haben Schwierigkeiten, den Bedarf nach ihrer Kompetenz abzudecken, da der Anteil älterer Patienten immer weiter steigt.
Die Überwachung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Diabetes aus der Ferne hat in den letzten Jahren signifikant zugenommen. Ermöglicht wurde dies durch geringere Kosten für Computerchips.

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QUELLE: Partners Telemedicine: http://www.telemedicine.Partner.org

Vergleich des Rückhaltevermögens (Retention) für Bakterien von unterschiedlichen Wundauflagen
 
Masahiro Tachi, Shinichi Hirabayashi, Yoshiyuki Yonehara, Gentaro Uchida, Takuya Tohyama:

Comparison of Bacteria Retaining Ability of Wound Dressings

Abstracts - Thirty-third Annual Meeting of the Japanese Society for Wound Healing
Wound Repair and Regeneration, Vol 13 Issue 1 Page A8  - January 2005: 1067-1927

In einem Tiermodell wurde das Retentionsvermögen von Alginaten und Carboxylmethylzellulose für Bakterien in klinisch infizierten Hautdefekten untersucht. Die Inokulation der Wunden auf dem Rücken von Raten erfolgte mit Staphylococcus aureus oder Pseudomonas aeruginosa bei einer Konzentration von 1,5 x 106 Erregern. Für jede Wundauflage (Carboxylmethylzellulose (Aquacel), Alginat A (Kaltostat) oder B (Sorbsan))  standen jeweils 10 Wunden zur Verfügung, die Verweildauer betrug 12 Stunden. Anschließend wurden die Wundauflagen in zwei Teile getrennt. Es erfolgte die Auszählung der Anzahl lebensfähiger Bakterien in der ersten Hälfte und aus der zweiten Hälfte wurden die in eine physiologische Kochsalzlösung entlassenen Bakterien ausgezählt. Aus den beiden Ergebnissen konnten das Retentionsvermögen für die einzelnen Wundauflagen berechnet werden. Die statistische Auswertung erfolgte mittels einfacher Varianzanalyse (ANOVA) und dem Duncan-Test. Wundauflagen aus Carboxylmethylzellulose (Aquacel) können wesentlich mehr Bakterien der Arten Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa im Verbandstoff fest halten als Alginate, die Unterschiede sind signifikant (p < 0,05).

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Kriterien zur Identifizierung von Wundinfektionen
 
Keith F. Cutting und Richard J. White:
Feature: Criteria for Identifying Wound Infection - Revisited
Ostomy / Wound Management 2005; 51 (1): 28-34
Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift British Journal of Community Nursing  2004, 9 (3 Suppl): S6-S16.
Deutsche Übersetzung als pdf-Datei downloaden

Die genaue Identifikation von Wundinfektionen stellt eine klinische Herausforderung dar. Es wurden bereits viele Versuche unternommen diese Situation zu verbessern, leider fehlt immer noch ein Konsens. In diesem Artikel erfolgt eine Durchsicht der Literatur über Infektionskriterien und eine Reihe dieser Kriterien wurden verglichen und evaluiert. Es wird eine neue Sichtweise zur Identifikation von Wundinfektionen vorgeschlagen: Infektionszeichen sind eng mit der Wundenart assoziiert.

Es erfolgt die Darstellung der Infektionskriterien von sechs Wundenarten:

  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Dekubitalulzera
  • Akute und chirurgische Wunden
  • Ulcus cruris venosum
  • Ulcus cruris arteriosum
  • Tiefgradige Verbrennungen
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Industrienachrichten
Mölnlycke Health Care GmbH

Mepitac zur sicheren Fixierung         

Ein neues, silikonbeschichtes Produkt aus der Serie der Safetac Technologie erscheint im Februar 2005 auf dem Markt.

Mepitac wurde für die Fixierung von medizinischen Produkten, wie beispielsweise Drains, Schläuchen, Sonden, Elektroden, IV-Kanülen und Verbänden entwickelt.

Mepitac bietet einen hohen Tragekomfort und kann einfach appliziert und entfernt werden. Die weiche Silikonbeschichtung gewährleistet eine sanfte und dennoch sichere Fixierung. Mepitac minimiert die Schädigung der Haut und vermeidet, dass Haare beim Entfernen ausgerissen werden. Der Verband kann abgezogen und wieder appliziert werden, wenn eine zwischenzeitliche Inspizierung des Verwendungsbereiches notwendig sein sollte.

Mepitac ist die ideale Lösung für Patienten mit fragiler leicht verletzlicher Haut. Der Verband eignet sich besonders gut für Personen, die Fixierverbände mehrfach auf dieselben Hautareale aufbringen und wieder entfernen müssen, z.B. für Neugeborene oder Dialysepatienten.

  mepitac: Langzeitige Fixierung von Schläuchen   mepitac: Fixierung von Verbänden
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sorbion AG
Wesentlich erweiterte Palette von Sorbion sachet S

Die Produktreihe Sorbion sachet versteht sich als ein Sortiment von saugstarken Wundauflagen mit Wundrandschutz und längerer Wundruhe (längere Verbandwechselintervalle).

Die hohe Saugleistung ermöglicht die Aufnahme großer Mengen an Wundflüssigkeit. Es gibt bezüglich der Saugleistung nicht viele vergleichbare Produkte am Markt. Zur modernen, phasenadaptierten Wundbehandlung ist ein Einsatz insbesondere bei Dekubitalulcera eine kostengünstige Alternative.

Das angebotene Sortiment ist hervorragend für Wunden ab ca. 7 x 7 cm Größe geeignet. Leider fehlt für kleinere Wunden noch eine entsprechende Größe, z.B. 4 x 4 cm.

  Sorbion sachet S   Sorbion sachet S Drainage
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Paul Hartmann AG
Silberhaltige Salbenkompressen

Die Salbenkompresse Atrauman gibt es neuerdings auch mit Silber unter der Produktbezeichnung „Atrauman Ag“. Neben der Keimabtötung durch Silber stellt der Hersteller die Pflege der Wundränder durch die Salbenkomponente heraus.

Atrauman Ag ist flexibel einsetzbar und kann mit verschiedenen Wundauflagen kombiniert werden. Sekundärverbände, hydroaktive oder traditionelle Auflagen, können praktisch ohne Einschränkungen verwendet werden.

PermaFoam mit neuen Formen für Problemzonen
  • PermaFoam sacral für Anwendungen im Sakralbereich (selbstklebend).
  • PermaFoam concave für Anwendungen an Ferse und Ellenbogen (selbstklebend).
  • PermaFoam cavity zur Behandlung von tiefen Wunden (nicht klebend, tamponierbar).
  • Permafoam tracheostomy zur Versorgung von Eintrittsstellen (nicht klebend).
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