März 2005

Neue Regelungen im EBM ab 01.04.2005: Fotodokumentation bei Ulcera cruris wird zur Pflicht
Forschung: Funktionelle Textilien für den Einsatz bei chronischen Wunden
BVMed: Neufassung der Arzneimittelrichtlinie schränkt enterale Ernährung ein
BVMed: Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Verbandmitteln
Land Niedersachsen: Hydrokolloidverbände sind als Sprechstundenbedarf abrechenbar
 
Industrienachrichten:

Neue Regelungen im EBM ab 01.04.2005: Fotodokumentation bei Ulcera cruris wird zur Pflicht
 

Punkt 02312:

Behandlungskomplex eines oder mehrerer chronisch venöser Ulcera cruris

Obligater Leistungsinhalt

  • Abtragung von Nekrosen
  • Lokaltherapie unter Anwendung von Verbänden
  • Entstauende phlebologische Funktionsverbände
  • Fotodokumentation zu Beginn der Behandlung, danach alle vier Wochen

Punkt 02313:

Kompressionstherapie bei der chronisch venösen Insuffizienz, beim postthrombotischen Syndrom, bei oberflächlichen und tiefen Beinvenenthrombosen und/oder beim Lymphödem

Obligater Leistungsinhalt

  • Kompressionstherapie
  • Fotodokumentation zu Beginn der Behandlung, danach alle vier Wochen
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Der neue EBM steht unter folgender Adresse zum Download bereit:
http://www.ebm2000plus.de/14.html

Forschung: Funktionelle Textilien für den Einsatz bei chronischen Wunden
 
U. Wollina, M. Heide, W. Müller-Litz, D. Obenauf, J. Ash:

Functional Textiles in Prevention of Chronic Wounds, Wound Healing and Tissue Engineering

Aus: Textiles and the Skin. Editors: Elsner P, Hatch K, Wigger-Alberti W. Karger 2003: 82-97

Der Einsatz von Textilien hat in der Medizin eine lange Tradition. Ein wichtiges Gebiet ihrer Anwendung ist die Therapie und der Schutz chronischer Wunden, insbesondere bei Druckgeschwüren. Innerhalb der langen Liste von Textilien, sind Bandagen und Wundauflagen am populärsten. Der Einsatz der Textilien wird durch ihre Verfügbarkeit, den Preis und die Wiederverwendbarkeit beeinflusst. Meistens werden gewebte Textilien genutzt. Trotz der Tatsache, dass traditionelle Textilien primäre Qualitätskriterien wie Biokompatibilität, Flexibilität und Festigkeit erfüllen, gibt es einen zunehmenden Bedarf an speziellen Funktionen. Die technologische Entwicklung derartiger funktioneller Textilien erreicht bei der Nutzung in der Wundheilung und dem Schutz chronischer Wunden eine neue Qualität in der Interaktivität zwischen biologischem Gewebe und den Textilien.

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Nutzung von Abstandsgewirken (spacer fabrics) zur Prävention vor chronischen Wunden

Abstandsgewirke (spacer fabrics) stellen eine interessante textiltechnologische Lösung für die Medizin dar. Das grundlegende Prinzip ist eine Kombination von textilen Flächen, die durch Abstandsfasern (Polfäden) verbunden sind. Einfaserige Polyesterfasern (Monofilamente) haben eine ausgeprägte Steifheit, die sich in spacer fabrics als ein hoher Druckwiderstand darstellt. Im Gegensatz zu kapillaren Fasern sind Monofilament-Konstrukte (zusammengesetzt aus einzelnen Fasern und fixiert durch Hitze) aber nicht geeignet für einen Flüssigkeitstransport. Je höher die Fixierungstemperatur, desto höher ist die Kristallisation der Filamente. Eine Oberflächen-Modifikation wie in Coolmax-Fasern unterstützt den Flüssigkeitstransport. Durch eine Optimierung von Materialien und Herstellungstechnologien wird ein Flüssigkeits- und Wärmetransport möglich. Kombinationen aus synthetischen und Zellulose-Fasern mit unterschiedlich dichten Faserverbindungen zwischen den textilen Flächen ermöglichen einen direkten Flüssigkeitstransport.
Ein weitere wichtige Eigenschaft der spacer fabrics ist ihr druckelastisches Verhalten, das abhängig ist vom Material der Polfäden, dem Winkel der Polfäden und der Nahtdichte. Die mechanischen und mikroklimatischen Eigenschaften sichern die Anwendung als medizinische Textilien, wie für Kompressionsverbände, zur Bettenausstattung und für Operationsunterlagen, um eine Dekubitus-Prophylaxe sicherzustellen.
Spacer fabrics basierte Bandagen sind in einer klinischen Studie bei Patienten mit Lymphödem an den Beinen genutzt worden. Beim primärem Lymphödem ist der mittlere mikrolymphatische Druck von 7,9 mm Hg (gesunde Kontrolle) auf 15,0 mm Hg angestiegen. Daher erreicht der mikrolymphatische Druck den Bereich des interstitiellen Drucks. Der lymphatische Fluss wird gehemmt. Ein analoger Mechanismus entwickelt sich bei sekundärem Lymphödem, z.B. in Verbindung mit chronisch venöser Insuffizienz oder nach Lymphknotendissektion und/oder Bestrahlung. Die physikalische Behandlung mittels Lymphdrainage und spezieller Kompressionsverbände ist der Grundstein einer modernen Therapie. Spacer fabrics basierte Bandagen haben gezeigt, dass sie genauso wirksam sind wie klassische Bandagen, aber wesentlich komfortabler, da nur mit einer Schicht bandagiert wird. Bei spacer fabrics wird das Schwitzen und Überhitzen der Haut verhindert. Das gleiche Prinzip kann zur Verringerung von Druckspitzen bei Bettauflagen, in Schuhen, bei Textilien für den Operationstisch oder für Rollstühle genutzt werden. Spacer fabrics werden auch in der Biochirurgie als Überträger von lebenden Maden eingesetzt, die ein Wunddebridement durchführen und die Wundheilung stimulieren.

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Absorbierende Textilien

Inkontinenz ist ein großes Problem für kleine Kinder und ältere Menschen. Die Vermeidung von Hautirritationen durch Enzyme von Exkrementen und Urin ist obligatorisch bei Druckgeschwüren und in der Windeldermatitisprophylaxe. Die Einführung der Superabsorber beeinflusste wesentlich die Aufnahmekapazität an Flüssigkeiten der Inkontinenzprodukte. Die Oberfläche dieser Produkte ist auch von Bedeutung für die Bequemlichkeit und den Schutz vor mechanischen Irritationen. Eine glatte Oberfläche eignet sich besser zur Vermeidung von Irritationen.
Technisch gesehen ist die wichtigste Komponente für die Produktion der Superabsorber die Acrylsäure. Die monomere Acrylsäure wird polymerisiert mit  Verbindungen wie Tri-Allylamin. Copolymerisation erlaubt den Überzug zellulosehaltiger Fasern wie Viskose oder Lyocell. Solche Materialien werden für Windeln und andere Hygieneprodukte eingesetzt. Durch Anwendung dieser Komponenten-Methode können Multilayer-Produkte produziert werden, bei denen verschiedene Schichten unterschiedliche Funktionen erfüllen. Aufsaugende Pads aus modifiziertem, nichtgewebten voluminösem Material mit gestrickten Fasern sind für akute (Spalthautentnahmestellen) und chronische Wunden (Ulcus cruris) entwickelt und erfolgreich genutzt worden. Zur Prophylaxe gegenüber Druckulzera sind spezielle Produkte, wie z.B. Decken, noch in der Untersuchungsphase.

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Antibakterielle Textilien

Textilien sind Überträger für Bakterien und Pilze. Zur Kontrolle von Bakterien- oder Pilzwachstum in Textilien, können (a) durch Harze antibakterielle/antimykotische Substanzen an der Stoffoberfläche fixiert oder (b) antimikrobielle/antimykotische Substanzen auf Zellulose-Ketten, wie z.B. Viskose oder Lyocell, aufgetragen werden.
Seit kurzem wird Kawoll, eine homogene Kombination aus hohlen Kapokfasern und Wolle, für Bettdecken eingesetzt. Auf Grund seiner Aufnahmekapazität für Feuchtigkeit und einem ungewöhnlich hohen Luftgehalt hat es eine positive Wirkung auf das Mikroklima. Die Kapokfaser ist auch antimikrobiell wirksam.
Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl von Zusatzstoffen sind (a) eine äußerst niedrige Löslichkeit in Wasser, Laugen und Säuren, (b) chemische Stabilität gegenüber starken Säuren, Basen und Oxidantien und (c) thermische Stabilität. Zusatzstoffe sollten keinen negativen Einflüsse auf den Spinnprozess und die Eigenschaften der Fasern haben. Sie müssen die Fähigkeit zur Migration vom Faserinneren zur Oberfläche haben und sollte ausgezeichnete toxikologische Eigenschaften besitzen und umweltverträglich sein.
Die antibakterielle Aktivität von kleinen Ionen wie Silber, Zink, Kupfer und quartären Ammoniumverbindungen ist gut dokumentiert. Silberimprägnierte Textilien werden als Wundauflagen bei infizierten Wunden oder Wunden mit hohem Infektionsrisiko eingesetzt. Verbindungen zwischen bioziden Stoffen und Zellstoffen bilden reaktive Hydroxyl-Gruppen, wohingegen solche reaktiven Stellen bei Polyamiden, Polypropylen und Polyester fehlen. Quartäre Ammoniumsalze besitzen ein positiv geladenes Stickstoffion, das mit den negativ geladenen Gruppen von anionischen Farbstoffen interagieren kann. Diese intermolekularen Interaktionen innerhalb der Fasern sichern die Beständigkeit der eingelagerten bioziden Substanzen. Farbstoffmoleküle können als Brücken benutzt werden, um funktionelle antimikrobielle Gruppen an chemisch stabile synthetische Polymere zu binden. Quantitative antimikrobielle Untersuchungen von behandelten Gewirken zeigen eine signifikante Verringerung der Bakterienzahlen bei Oberflächenkontakt.
Chitosan, ein natürliches Polysaccharid, besteht es aus β-1,4 glykosidisch verknüpften 2-Acetamido-2-desoxy-β-D-glukopyranose. Die Verbindung ist hoch biokompatibel. Chitosan, sowie seine natürliche Quelle Chitin, erhält wegen seiner antimikrobiellen Wirkung zunehmende Aufmerksamkeit. Chitosan basiertes Material wurde erfolgreich als Wundauflage bei Verbrennungen und chronischen Wunden, wie Ulcera cruris, eingesetzt. Chitosan-Fasern oder Fasern, die mit Chitosan bedeckt sind, unterstützen die lokale Blutgerinnung. Andere interessante natürliche Polymere sind Pektin, Alginate, bakterielle Zellulose und sulfonierte Kohlenhydrate wie Carrageenan.
Es wurden Baumwoll-Wundauflagen hergestellt, die überschüssige Elastasen in chronischen Wunden binden können. Diese sind für eine verzögerte Wundheilung verantwortlich. Ein weiterer Versuch ist das Aufbringen von Elastaseinhibitoren auf Baumwollfasern, so dass eine kontinuierliche Abgabe erfolgt. Ein dritter Versuch ist die Modifizierung von Mulloberflächen, um Elastase und Metalloproteinasen in chronischen Wunden abzukapseln.
Zellulose ist ein Bestandteil moderner Wundabdeckungen, wie z.B. in Hydrokolloiden. Es konnte nachgewiesen werden, dass Carboxymethylzellulose in der Lage ist, die Vermehrung von Keratinozyten unter in vitro Bedingungen anzuregen [Wollina et al., unveröffentl. Daten].

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Der vollständige Originalartikel steht unter folgender Adresse (01.03.2005) als pdf-Datei zum Download zur Verfügung:
http://www.karger.com/gazette/67/Elsner/wollina.pdf

BVMed: Neufassung der Arzneimittelrichtlinie schränkt enterale Ernährung ein
 
BVMed-Pressemeldung Nr. 13/05 vom 17. Februar 2005
Quelle: http://www.bvmed.de/presse.php?10754

Neufassung der Arzneimittelrichtlinie schränkt enterale Ernährung ein - BVMed: Ministerium soll G-BA-Beschluss erneut beanstanden

Berlin. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, appelliert an das Bundesgesundheitsministerium (BMGS), den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Neufassung der Arzneimittelrichtlinie (AMR) erneut zu beanstanden. Der G-BA-Beschluss vom 15. Februar 2005 führt zu einer drastischen Einschränkung der Erstattungsfähigkeit enteraler Ernährungsprodukte, die künftig in deutlich weniger Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden sollen. Dies würde insbesondere Schwerstkranke treffen, die zu Hause oder in Heimen gepflegt werden, so der BVMed.

Der Lösungsvorschlag des BVMed sieht ein „Therapiestufenschema“ zur Behandlung der Mangelernährung mit Krankheitswert vor. Ein entsprechender „Gegenvorschlag für eine Anpassung der Arzneimittel-Richtlinien“ wurde gemeinsam mit den anhörungsberechtigten Verbänden erarbeitet und in einer Gemeinsamen Stellungnahme vom 27. April 2004 übermittelt (im Internet unter www.bvmed.de – Publikation, Stellungnahmen, ab S. 33 ff.). Demnach wären enterale Ernährungstherapien indiziert, „wenn ein Patient eine klinisch relevante, behandlungsbedürftige Mangelernährung mit Krankheitswert aufweist oder entwickelt“. Entgegen der Auffassung des G-BA zielt der Vorschlag nicht auf eine „Generalindikation Mangelernährung“ ab, sondern auf die Mangelernährung mit Krankheitswert.

In seinem Beschluss listet der Bundesausschuss Erkrankungen auf, bei denen unter zum Teil restriktiven Voraussetzungen enterale Ernährung verordnungsfähig sein soll. Die krankheitsbedingte Mangelernährung hat der G-BA dabei als Indikation ausgeschlossen, obwohl die medizinischen Fachgesellschaften und die an der Anhörung beteiligten Fachverbände dies eingefordert haben. Künstliche Ernährung zielt in erster Linie darauf ab, die Mangelernährung zu beheben. Entgegen den Vorstellung des G-BA kann künstliche Ernährung nicht wie Arzneimittel wirken, folglich können auch die Anforderungen an wissenschaftliche Studien nicht mit denen bei Arzneimitteln gleichgesetzt werden.

Mangelernährung kann dabei unterschiedliche Ursachen haben, beispielsweise ein krankheitsbedingt veränderter Stoffwechsel wie bei einer Krebserkrankung. Eine abschließende Aufzählung sämtlicher Krankheitsbilder, die eine Mangelernährung zur Folge haben können, kann daher nicht erstellt werden, so der BVMed. Die vom Aufbau und den Formulierungen her grundsätzlich abschließend zu verstehende Auflistung der erforderlichen Diagnosen im G-BA-Beschluss hätte in der Praxis voraussichtlich zur Folge, dass nur noch in wenigen Sonderfällen ein behandelnder Arzt enterale Ernährung verordnet. Dies schränke die Therapiefreiheit der Ärzte in erheblichem Maße ein. Außerdem sei die Richtlinie für die Ärzte unpraktikabel.

Das BMGS hatte bereits im Februar 2004 die Neufassung der Arzneimittel-Richtlinien des alten Bundesausschusses zur Erstattungsfähigkeit von Trink- und Sondennahrung beanstandet. Aus ernährungswissenschaftlichen, ethischen und ökonomischen Aspekten kann auch dem neuen G-BA-Beschluss nicht zugestimmt werden. Der BVMed appelliert deshalb an das Ministerium, den Beschluss erneut zu beanstanden und damit Schaden von den betroffenen Patienten abzuwenden.

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BVMed: Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Verbandmitteln

Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben Anspruch auf die Versorgung mit Verbandmitteln nach § 31 Abs. 1 SGB V.

Verbandmittel sind CE-geprüfte Medizinprodukte und keine Arzneimittel!

Verbandmittel sind verordnungsfähig. Sie fallen nicht unter die Ausschlussregelung nach § 34 Abs. 1 S. 1 SGB V von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Beispiele von Verbandmittel sind:

:: Traditionelle Wundauflagen, z. B. Kompressen, Tamponaden
:: Binden und Verbände, z. B. Kompressions- und Zinkleimbinden
:: Pflaster, z. B. Fixierpflaster, Wundschnellpflaster
:: Verbandsets
:: Verbandwatte
:: Moderne Wundversorgungsprodukte, z. B. Alginate, Hydrogele, Hydrokolloide, Schäume, silberhaltige Wundauflagen

Sie dienen der Verhütung und/oder Versorgung und/oder Behandlung von Wunden.

BVMed-Infokarte mit weiteren Informationen downloaden unter:

http://www.bvmed.de/..._Verbandmitteln.html

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Land Niedersachsen: Hydrokolloidverbände sind als Sprechstundenbedarf abrechenbar
In der aktuellen Vereinbarung über die Verordnung von Sprechstundenbedarf (gültig ab 1. Januar 2005) zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen und den Verbänden der Krankenkassen sind Hydrokolloidverbände explizit als Sprechstundenbedarf aufgeführt.
Die Vereinbarung zum Sprechstundenbedarf kann unter folgender Adresse herunter geladen werden: nach oben
www.lav-nds.de/aktuelles/sprechstdbedarf.pdf

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Mundipharma: Repithel ist erstattungsfähig

Wundmittel Repithel® ist ein Medizinprodukt / Repithel® fällt in die Gruppe Verbandmittel / Umfrage zeigt: Erstattungs­fähigkeit von Verbandmitteln kaum bekannt

Limburg, 16. Februar 2005 (dk) – Das Hydrogel Repithel® ist bei allen Wunden einsetzbar und kann uneingeschränkt zu Lasten der GKV verordnet werden. Zwar sind seit Beginn des Jahres 2004 nicht ver­schreibungspflichtige Arzneimittel von der Erstattung durch die GKV ausgeschlossen (SGB V § 34 Abs. 1), Repithel® ist jedoch ein Medizinprodukt der Klasse III und gehört als Hydrogel in die Produktgruppe der Verbandmittel. Diese fallen nicht unter die Ausschluss­regelung (SGB V § 31 Abs. 1).

Vielen niedergelassenen Ärzten ist die Erstattungs­fähigkeit moderner Wundversorgungsprodukte, wie zum Beispiel Alginate, Schäume oder Hydrogele, unbekannt. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Medizin­technologie e.V. (BVMed): 72 Prozent der befragten Ärzte wussten nicht, dass Verbandmittel als Medizin­produkte uneingeschränkt zu Lasten der GKV verordnet werden können. Als weiteres Ergebnis der Befragung zeigte sich, dass die moderne Wundversorgung zu wenig praktiziert wird. Nur jeder fünfte Arzt verordnet bei mindestens jedem zweiten Wundpatienten moderne Wundversorgungsprodukte. Nach Angaben des BVMed sind die besseren und schnelleren Heilungschancen durch feuchte Wundmittel und die Kostenersparnis bezogen auf den gesamten Behandlungsfall nicht ausreichend bekannt.
Heutiger Standard in der Wundversorgung ist die feuchte Wundbehandlung. Repithel® ist ein innovatives hydrosomales Wundmittel, das die natürliche Wundheilung in allen Phasen fördert und gleichzeitig vor möglichen Wundinfektionen schützt. Repithel® enthält Hydrosomen, zwiebelartig aufgebaute Doppelschichten körperidentischer Phospholipide. Zwischen den Doppelschichten sind große Mengen Wasser einge­lagert, die besonders den Wundgrund kontinuierlich mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen. Während die Phospholipide Zellheilung und Gewebeneubildung unterstützen, sorgt das Hydrogel für den Abtransport von Zell- und Gewebetrümmern vom Wundgrund (autolytisches Débridement). Repithel® ist für die Behandlung aller akuten und chronischen Wunden indiziert, wie Schnitt-, Biss- oder Quetschwunden, Wunden durch Hitze, Chemikalien und andere Verletzungen, Dekubitus oder Ulcera.

Quellen:

  • DocCheck-Studie im Auftrag des BVMed, Berlin, 03.12.2004, www.bvmed.de
  • Sozialgesetzbuch (SGB) V: www.bmgs.bund.de

Herausgeber:

Mundipharma GmbH
Mundipharmastraße 2
65549 Limburg a.d. Lahn
www.mundipharma.de

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