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Oktober 2005 |
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Infektionsprävention in Heimen |
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Kriterien für Wundinfektionen |
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Neue Bücher: |
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Die Vakuumtherapie. Grundlagen, Indikationen, Fallbeispiele, praktische Tipps |
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Industrienachrichten: |
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CHITOSKIN |
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Dermacyn Wound Care |
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Askina Heel |
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Askina Calgitrol Ag |
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Infektionsprävention in Heimen
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut (RKI)
Erscheinungsdatum: 16.09.2005 unter www.rki.de
Mit der stetig steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl von Personen mit chronischen Krankheiten, Abwehrschwäche und Behinderungen mit den Folgen von Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit zu. Die mit der Gesundheitsstrukturreform zudem einhergehende frühere Verlegung noch betreuungsbedürftiger Personen aus Einrichtungen der Akutversorgung in Nachsorgeeinrichtungen, Heime oder nach Hause hat es notwendig erscheinen lassen, für diese Personengruppen vor dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Qualifikationen der Betreuer (Ärzte, Kranken- und Altenpflegepersonal, angelerntes Personal) wie auch unterschiedlicher Betreuungsorte (Langzeitpflege, Altenheime, häusliche Pflege, betreutes Wohnen), dieser Entwicklung durch eine eigene Darstellung der infektionspräventiven Erfordernisse Rechnung zu tragen. Diese Darstellung soll es den jeweils Verantwortlichen erleichtern, relevante Informationen zur Vermeidung von Infektionen im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen in einer zusammengefassten Form aufzufinden.
Im Jahr 2000 lebten in Deutschland etwa 557.000 Personen in stationären Pflegeeinrichtungen, davon waren 85% älter als 65 Jahre. Bis zum Jahr 2030 wird mit einem Anstieg der Unterbringungen in diesen Pflegeeinrichtungen auf ca. 800.000 allein in dieser Altersgruppe gerechnet. Mit der zunehmenden Verlagerung der medizinischen Versorgung aus Krankenhäusern in den Bereich der externen Betreuung ergeben sich auch außerhalb von Krankenhäusern dort Infektionsrisiken, die mit denen nosokomialer Infektionsrisiken in Krankenhäusern vergleichbar sein können. Die Einhaltung der zur Reduzierung derartiger Risiken erforderlichen Maßnahmen entsprechen der Forderung der WHO nach Lebensqualität im Alter und tragen auch zur Reduktion von Kosten bei.
Da die zur Infektionsprävention erforderlichen Maßnahmen weitgehend unabhängig vom Behandlungsort jedoch primär von der Art des medizinischen Eingriffs abhängig sind, ergeben sich zwangsläufig Überschneidungen zu anderen Empfehlungen dieser Richtlinie. Bei weitgehender Übertragbarkeit der bewährten Maßnahmen wird deshalb in der jeweiligen Überschrift auf solche Empfehlungen verwiesen. Empfehlungen von grundlegender Wichtigkeit werden nochmals wiedergegeben, um hier eine für die tägliche Praxis selbstständig verwendbare Empfehlung zu geben. Abweichungen werden im Text deutlich gemacht.
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Aufstellung von Kriterien für Wundinfektionen
Positionsdokument der EWMA 2005 unter www.ewma.org
Einführung von DA Hollander
Trotz der enormen Verbesserungen der Operationstechniken und -instrumente, der Entwicklung neuer Antibiotika und der Fortschritte beim Verständnis der Pathophysiologie der Heilung chronischer Wunden gehören Wundinfektionen immer noch zu den häufigsten und wichtigsten erworbenen nosokomialen Infektionen in Deutschland. Sie führen zu einer erheblichen Patientenmorbidität und verursachen beträchtliche wirtschaftliche Kosten.
In der Literatur finden sich zahlreiche Artikel über wichtige Risikofaktoren und die Prinzipien bei der Prävention und Behandlung von Wundinfektionen. Voraussetzung für ein effektives klinisches Ansprechen ist jedoch die Kenntnis der beeinflussenden Faktoren und die Fähigkeit, Infektionen zu erkennen. Dieses EWMA-Positionsdokument 2005 möchte das Verständnis von Wundinfektionen erweitern und zur Klärung von Kriterien für das Erkennen von Infektionen beitragen.
In der ersten Arbeit gibt Cooper eine Übersicht über die Mikrobiologie von Wunden und die Pathophysiologie einer Wundinfektion. Es werden wichtige Termini wie „Biofilme“, ‘Kontamination“, „Kolonisation“, „kritische Kolonisation“ und „Infektion“ definiert.
In der zweiten Arbeit fassen Cutting, White, Mahoney und Harding die Ergebnisse eines Delphi-Ansatzes zur Aufstellung der Erkennungskriterien für sechs verschiedene Wundtypen zusammen. Eine internationale, multidisziplinäre Gruppe von 54 Wundversorgungsexperten stellte Kriterien für Infektionen bei jedem Wundtyp auf. Dieser Ansatz ist in anderen Bereichen der klinischen Praxis gut etabliert. Die Verwendung zur Definition und Evaluation der Kriterien für eine Wundinfektion ist innovativ und anspruchsvoll.
In den Arbeiten 3 und 4 wird der Unterschied zwischen der Identifikation einer Infektion bei chronischen Wunden gegenüber primär heilenden Wunden herausgearbeitet. Sanada, Nakagami und Romanelli geben einen Überblick über bestehende Definitionen und die in der Delphi-Studie aufgestellten Kriterien, um Klarheit bei der klinischen Erkennung einer Infektion von Druckulcera 3. oder 4. Grades zu schaffen. Sie heben dabei hervor, dass ein hohes Maß an „klinischem Verdacht“ erforderlich ist, um Frühzeichen einer Infektion bei Druckulcera zu erkennen. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine engmaschige Beobachtung der subtilen Veränderungen beim Patienten und des chronisch entzündeten Wundortes von entscheidender Bedeutung für eine frühe Identifikation und Behandlung ist.
Dieses Positionsdokument hebt die Komplexität des Problems hervor und bestätigt, dass die Erkennung und Behandlung von Wundinfektionen klinische Beurteilung und Erfahrung erfordert, zusammen mit der Kenntnis der Kriterien zur Identifikation einer Infektion und einem gründlichen Verständnis der beteiligten pathophysiologischen Abläufe.
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Neue Bücher |
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Die Vakuumtherapie. Grundlagen, Indikationen, Fallbeispiele, praktische Tipps
Christian Willy (Hrsg.)
373 Seiten, 520 farbige Abbildungen, 22 Tabellen, 79,95 Euro
ISBN 3-00-016219-4
Subskriptionspreis 59,95 Euro (bis zum 31.12.2005)
Zu beziehen über:
Anna Lindqvist Graphic Design
Lindenstr. 34
D-89134 Blaustein
Fax: 07304 437846
Nach einer Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen der Vakuumtherapie (Teil A) folgt die Diskussion des heutigen Spektrums von Indikationen (Teil B) für die Vakuumtherapie innerhalb der Disziplinen:
- Unfallchirurgie / Orthopädie / Plastische Chirurgie
- Viszeralchirurgie / Thoraxchirurgie
- Gefäßchirurgie und
- Dermatologie.
Zusätzlich wird in einem Teil C eine Sammlung von interessanten Fallbeispielen abgebildet. Hinzu kommt eine ganze Palette von Tipps und Tricks für den Einsatz der Vakuumtherapie (Teil D). Hierbei wird Bezug genommen auf Tipps für den Hautschutz, Maßnahmen zur Verbesserung der Dichtigkeit, Möglichkeiten der Schmerzreduktion und ungünstige Lokalisationen.
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Industrienachrichten |
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CADESORB
CADESORB ist ein topisch zu applizierender Salbenverband, der ein absorbierendes Stärkepolymer, Polyethylenglykol und Poloxamer enthält. Durch Aufnahme von Wundsekret verwandelt sich CADESORB in ein weiches, feuchtes Gel.
CADESORB senkt den ph-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) chronischer Wunden (ca. 7,4) in einen für die Wundheilung günstigeren Bereich. Dies wird durch den sauren pH-Wert und die hohe Pufferkapazität des Produktes erreicht.
Eine geringere Wasserstoffionenkonzentration (saurer pH-Wert) in der Wunde verlangsamt das Wachstum von Bakterien und verringert die proteolytische Aktivität der in vielen schlecht heilenden Wunden überrepräsentierten und dadurch heilungsverzögernd wirkenden Matrix-Matalloproteasen (MMPs).
Anbieter: Smith & Nephew GmbH, Lohfelden
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CHITOSKIN
Das natürliche Polymer Chitin - das Ausgangsmaterial für Chitosan - ist nach Cellulose das am schnellsten nachwachsende Biopolymer. Chitosan wird durch Deacetylierung von Chitin gewonnen. Als natürliche Polymere zeichnen sich Chitin und Chitosan durch ihre große Gewebe-Verträglichkeit aus, darüber hinaus sind sie bio-verwertbar und bio-abbaubar.
Das Naturpolymer Chitosan hat herausragende Eigenschaften, die für die Wundbehandlung eine bedeutende Rolle spielen. Chitosan zeigt in allen Phasen der Wundheilung aufgrund seiner besonderen molekularen Struktur nicht nur wünschenswerte physikalische, sondern zugleich aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der natürlichen Gewebematrix günstige biologische Wirkungen.
Die Chitosan-Wundauflage "CHITOSKIN" hemmt die Bakterienbildung, verhindert Entzündungen, speichert Feuchtigkeit und bindet Proteine sowie Gerüche. Im Vergleich zu herkömmlichen Wundauflagen ist eine schnellere Wundheilung zu beobachten.
"CHITOSKIN" wird bereits seit über 10 Jahren erfolgreich in Russland bei der Wundversorgung eingesetzt. Die Wundauflage besteht aus einem chemisch vernetztem 1:1 Komplex von Chitosan und Schweinegelatine.
Anbieter: Karl Beese (GmbH & Co.), Barsbüttel
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Dermacyn Wound Care
In den letzten Jahren machten reaktive Sauerstoffspezies zumeist negative Schlagzeilen, weil sie für krankhafte Veränderungen und Alterungsprozesse mitverantwortlich gemacht wurden. Inzwischen gibt es eine ganze Armada von sogenannten Radikalfängern, die freie Radikale binden und somit „unschädlich“ machen sollen. Das wohl bekannteste Beispiel ist das Vitamin E. Überschattet von diesem Feindbild gerieten die positiven Effekte aktivierter Sauerstoff-Verbindungen fast in Vergessenheit, obwohl sie seit vielen Jahren bekannt und nachgewiesen sind. Vor allem ihre Fähigkeit, Mikroorganismen, wie Bakterien aber auch Viren und Pilze zu zerstören, spielt eine große Rolle im körpereigenen Abwehrgeschehen. Aktivierte Sauerstoffverbindungen sind Bestandteile unseres körpereigenen Abwehrsystems, ohne die wir den täglichen Erregerattacken nicht standhalten könnten. Menschen, die keine reaktiven Sauerstoffspezies bilden können, erkranken an multiplen Abszessen (chronische Granulomatose).
Mitte der achtziger Jahre entstand die Idee, reaktive Sauerstoffspezies gezielt für die Wundheilung nutzbar zu machen. Hintergrund war das Ziel, die reaktiven Sauerstoffspezies zur Behandlung von infizierten Wunden einzusetzen. Die Idee scheiterte jedoch zunächst an der kurzen Halbwertzeit dieser Substanzen in Lösungen. Erst nach 12 Jahren Entwicklungsarbeit gelang es japanischen Forschern, diese Ionen in Wasser so zu stabilisieren, dass sie über einen längeren Zeitraum haltbar sind.
Mit Dermacyn Wound Care steht seit kurzem ein derartiges Produkt zur Verfügung. Dermacyn Wound Care ist eine gebrauchsfertige Wundspüllösung, die in ungeöffnetem Zustand ein Jahr haltbar ist. Nach dem Öffnen muss DermacynTM Wound Care innerhalb von 30 Tagen verbraucht werden.
Dermacyn Wound Care steht als 5 Liter Container und als 500 ml Spülflasche zur Verfügung.
Anbieter: Karl Beese (GmbH & Co.), Barsbüttel
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Askina Heel
Askina Heel ist für die Behandlung von mäßig bis stark nässenden oberflächlichen bis tiefen Wunden an der Ferse gedacht.
Das Design des Produktes ist so gestaltet, dass die gesamte Ferse einschließlich des Knöchels bedeckt ist. Askina Heel beinhaltet eine Fersenschale aus Polyurethan-Schaumstoff mit einer Befestigungslasche und zwei selbstklebenden Befestigungsstreifen, die die Wundauflage auch bei Bewegung in Position halten.
Askina Calgitrol Ag
Askina Calgitrol Ag ist eine silberhaltige Alginat-Wundauflage kombiniert mit einem Polyurethanschaum. Die Besonderheit dieser Wundauflage besteht darin, dass in der Silberalginat-Matrix Wasser gebunden ist. Damit entfällt bei trockenen Defekten das Befeuchten der Wundauflage, was eine höhere Konzentration von Silberionen im Verband zur Folge hat.
Anbieter: B. Braun Melsungen AG OPM
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