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Januar 2006 |
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Neue innovative Systeme für das Wundmanagement |
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Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) in chronischen Wunden |
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Hautschutzpräparate im Test |
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Neue Literatur: |
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Ulcus cruris Genese, Diagnostik und Therapie |
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Neue Produkte: |
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Allpremed |
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Bauer-Delto A:
Neue innovative Systeme für das Wundmanagement. Wundbehandlung mit intelligenten Textilien
Quelle: Ärztliche Praxis http://www.aerztlichepraxis.de/artikel?number=1130403113 vom 28.10.2005
Für schwer heilende Wunden wie chronische Ulzera entwickelte das Hohensteiner Kompetenzzentrum Medizintextilien eine textile Wundauflage, deren Zellulosefasern eine Sekretaufnahme ermöglichen, ohne die Wunde auszutrocknen und die gleichzeitig auf Grund einer keramischen Sol-Gel-Beschichtung keinerlei Verklebungsneigung zeigt. Die innovative keramisch beschichtete Wundauflage vereint kostengünstig die Vorteile der trockenen und der feuchten Wundbehandlung, minimiert Schmerzen beim Verbandswechsel und fördert den Heilungsprozess.
Ein weiteres Forschungsvorhaben arbeitet an einer neuartigen medizinischen Wundabdeckung mit funktionellen Nanoschichten, die fähig sind, sich an die Feuchtigkeit des Wundmilieus anzupassen. Dazu wurde die Oberfläche einer Wundabdeckung aus Zellulosefasern mit so genannten Block-Copolymeren modifiziert, die je nach Umgebungsbedingungen von hydrophob auf hydrophil und umgekehrt umschalten können. Wundauflagen mit dieser „intelligenten“ Oberfläche bleiben an ihrer wundabgewandten Seite hydrophob und schützen gegen eine feuchtigkeitsabhängige Kontamination der Wunde. Wundseitig entwickelt der Verbandsstoff bei exsudierenden Wunden eine höhere, bei epithelisierenden Wunden eine geringere Saugwirkung, ohne auszutrocknen. Die Wundabdeckung passt sich also dem Heilungsverlauf an und gewährleistet in jeder Phase eine optimale Wundfeuchtigkeit.
Das jüngste, noch nicht abgeschlossene Forschungsprojekt des Kompetenzzentrums testet Wundauflagen mit „drug delivery-Eigenschaften“ für die Behandlung chronischer Wunden. Ziel ist es, medikamentöse Wirkstoffe an einen textilen Träger zu binden und dann reguliert freizusetzen. Dazu wurde eine spezielle Wundauflage entwickelt, deren einzelne Lagen sich nacheinander auflösen und die enthaltenen Therapeutika zeitlich gestaffelt und in kontrollierter Konzentration in die Wunde abgeben. Klinisch geprüft wird derzeit ein solcher regulierter Einsatz von wundheilenden Madensekreten, die von der Fliegenmade Lucilia sericata isoliert und an eine textile Depotstruktur gebunden werden.
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Dissemond J, Körber A, Lehnen M, Grabbe S
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) in chronischen Wunden: Therapeutische Optionen und Perspektiven
Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 3 (4) 2005: 256-262
Die Therapie chronischer Wunden unterscheidet sich durch den Nachweis einer Kontamination mit MRSA prinzipiell nicht von der anderer chronischer Wunden. Auch hier gelten die Prinzipien der phasenadaptierten feuchten Wundbehandlung. Jedoch sollte bei MRSA kontaminierten chronischen Wunden, falls möglich, eine Versorgung innerhalb des häuslichen Bereiches oder gegebenenfalls in speziellen Räumen der ambulanten Versorgung angestrebt werden.
Bei MRSA-Nachweis sollte eine regelmäßige gründliche Hautreinigung mit desinfizierenden Waschlösungen beziehungsweise sauren Syndets erfolgen. Als Antiseptika haben sich für die topische Applikation am Integument beispielsweise Octenidin, Polyhexanid oder PVP-Jod bewährt.
Bei MRSA-Infektionen stellen sogenannte Reserveantibiotika wie die Glycopeptidantibiotika Vancomycin oder Teicoplanin trotz meist unzureichender Gewebepenetration derzeit noch die wichtigste systemische antimikrobielle Therapieoption dar. Die systemische Therapie erfasst die Kolonisierung der Schleimhäute mit MRSA allerdings oft nicht und sollte daher gemeinsam mit einer topischen Therapie eingesetzt werden. Bevorzugte Kombinationspartner bei der systemischen Therapie mit Glycopeptidantibiotika sind Substanzen mit guter Bakterizidie und guter Gewebspenetration, wie Rifampicin, Fusidinsäure, Fosfomycin oder Aminoglykoside.
| Topische Therapien von Patienten mit chronischen Wunden für die Dauer von mindestens 5 Tagen bei Nachweis von MRSA |
| Nachweis |
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Wirkstoff/Präparat |
Applikation |
| Nase |
1. Wahl |
Mupirocin |
3 x täglich |
| Wunde |
1. Wahl |
Polyhexanid |
1-3 x täglich |
| Octenidin |
1-3 x täglich |
| Silber |
alle 1-3 Tage |
| 2. Wahl |
PVP-Jod |
1-3 x täglich |
| alternativ |
Biochirurgie |
alle 3 Tage |
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Hautschutzpräparate im Test
Hoggarth A, Waring M, Alexande J, Greenwood A, Callaghan T
A Controlled, Three-Part Trial to Investigate the Barrier Function and Skin Hydration Properties of Six Skin Protectants
Ostomy/Wound Management 2005; 51 (12): 30-42
Für den Hautschutz gegenüber Harn und hautreizenden Substanzen bei Inkontinenz werden verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Grundlagen angeboten. An 18 Probanden erfolgte die Einschätzung von sechs in Großbritannien gehandelter Präparate. Prüfkriterien waren der Schutz gegenüber hautreizenden Substanzen, Erhaltung der Hautfeuchtigkeit und Schutz vor Mazerationen.
Präparate die Zink enthielten boten den besten Schutz gegenüber hautreizenden Stoffen, aber schützten nicht die Haut vor Austrocknung. Die beste Wirksamkeit gegenüber Mazerationen zeigte Vaseline.
| Getestete Produkte |
| Produkt |
Beschreibung |
Inhaltsstoffe |
Produktname |
| A |
W/O basierende Salbe |
Vaseline |
Aloe Vesta Schutzsalbe |
| B |
nicht-wasserbasierende Salbe |
Dimethicone |
ProShield Plus |
| C |
O/W basierende Paste |
Zinkoxid |
Triple Care Schutzcreme |
| D |
O/W-Lotion |
Dimethicone |
Baza Reinigung & Schutz |
| E |
Salbenbasis |
Zinkoxid |
Calmoseptine |
| F |
O/W-Lotion |
Dimethicone |
Cavilon Hautschutzlotion |
| Erläuterungen: |
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W/O = Wasser in Öl |
O/W = Öl in Wasser |
| Produkteigenschaften |
| Produkt |
Schutz gegenüber hautreizenden Stoffen
|
Erhalt der Hautfeuchtigkeit
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Schutz gegenüber Mazerationen
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| A |
++
|
++
|
+++
|
| B |
++
|
++
|
x
|
| C |
+++
|
x
|
+
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| D |
x
|
+++
|
+
|
| E |
+++
|
x
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nicht getestet
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| F |
nicht getestet
|
nicht getestet
|
+
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| Erläuterungen: |
| x = nicht wirksam; + = gering wirksam; ++ = wirksam; +++ = hoch wirksam |
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Neue Literatur |
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Dissemond, Joachim
Ulcus cruris Genese, Diagnostik und Therapie
UNI-MED Verlag, Bremen 2005, 94 Seiten
ISBN 3-89599-872-9
In kurzer, gut gegliederter Form wird eine Übersicht zum Ulcus cruris gegeben. Bis auf den speziellen Teil zum Ulcus cruris sind die Erläuterungen so geschrieben, dass auch Ableitungen indikationsübergreifend für die Therapie anderer chronischer Wunden möglich sind.
Inhaltsverzeichnis
- Wundheilung - Allgemeine Grundlagen
- Ulcus cruris
- Exogene Faktoren
- Infektiologie
- Wundtherapie
- Debridement
- Förderung der Granulation
- Reepithelisation
- Physikalische Therapie
- Sauerstoff
- Ernährung
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Neue Produkte |
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Allpremed
Die Neubourg Skin Care GmbH aus Emsdetten bietet ab Januar 2006 harnstoffhaltige Schaum-Cremes unter dem Namen Allpremed diabetic an. Damit erfolgt eine Trennung in Hautpflegeprodukte für Diabetiker und zur kosmetischen Hautpflege. Bisher waren die Schaum-Cremes unter dem Namen Allpresan bekannt.
Folgende Produkte stehen für die Pflege von Diabetikerhaut zur Verfügung:
Verkaufsware Allpremed diabetic
Behandlung trockener Füße (10% Harnstoff) 100 ml
Behandlung trockener Hände (5% Harnstoff) 75 ml
Praxisgröße Allpremed diabetic (für Podologen und med. Fußpfleger)
Behandlung trockener Füße (10% Harnstoff) 300 ml
Weitere Informationen unter www.allpremed.de
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