Oktober 2007

Hygiene-Rahmenplan für ambulante Pflegedienste
Umgang mit MRSA in der ambulanten Pflege
Infektionsprävention in Heimen: Methicillin-resistente-Staphylococcus aureus (MRSA)
Neue MedTech-Studie zur modernen Wundversorgung
Neue Literatur
Prüf- und Bewertungsmethoden für Antidekubitus-Systeme

Hygiene-Rahmenplan für ambulante Pflegedienste

Quelle: lögd Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW

Obwohl das Infektionsrisiko im Privathaushalt insgesamt deutlich niedriger ist als in medizinischen Einrichtungen, muss berücksichtigt werden, dass für ältere Menschen, für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie mit vorliegender Abwehr- oder Immunschwäche eine erhöhte Infektionsgefahr besteht. Zudem sind individuelle Besonderheiten wie invasive Pflegemaßnahmen sowie mögliche Infektionsquellen im häuslichen Umfeld zu berücksichtigen.
Es ist daher notwendig, Maßnahmen zu treffen, um Infektionskrankheiten vorzubeugen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern.
Der Rahmen-Hygieneplan soll den ambulanten Pflegediensten als Unterstützung bei der Erarbeitung eines eigenen Hygiene-Planes dienen. Er muss natürlich an die besondere Situation des einzelnen Pflegedienstes angepasst werden.

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http://www.loegd.de/publikationen/pub_hygiene_infektiologie/down_hyg/krkhshygiene/frameset.html nach oben

Umgang mit MRSA in der ambulanten Pflege

Quelle: lögd Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW

Für gesunde Kontaktpersonen (Pflegepersonal und Angehörige) ist das Risiko einer MRSA-Infektion sehr gering. Normaler Kontakt von Besuchern und Angehörigen zu MRSA-Patienten wie z.B. Händeschütteln oder Umarmen ist ohne Probleme möglich. Nach dem Besuch sollten die Hände gewaschen werden. In der häuslichen Gemeinschaft mit MRSA-Trägern sind keine besonderen Vorkehrungen nötig. Eine gute persönliche Hygiene und sorgfältiges Händewaschen sind als Vorsichtsmaßnahme ausreichend.
Für die Pflege von MRSA-positiven Patienten im häuslichen Bereich sind die Empfehlungen „Infektionsprävention in Heimen“ der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut als Orientierung zugrundezulegen (www.rki.de s. auch www.loegd.de ). Das Personal der ambulanten Pflegedienste muss sicherstellen, dass MRSA nicht von einem Patienten zum nächsten übertragen wird.

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Infektionsprävention in Heimen: Methicillin-resistente-Staphylococcus aureus (MRSA)

Quelle: lögd Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW

Erreger, die mehrfach gegen Antibiotika resistent sind, sind von zunehmender epidemiologischer Bedeutung. Besonders der seit Jahren ungebrochen ansteigende Trend der Verbreitung von Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA) ist ein infektiologisches Problem ersten Ranges. Das Auftreten von MRSA in Heimen ist als Folge des Vorkommens und der Zunahme von MRSA in Krankenhäusern anzusehen: es gibt einen engen Zusammenhang zwischen zurückliegenden Krankenhausaufenthalten und der MRSA-Besiedlung von Heimbewohnern.
Untersuchungen zum Vorkommen von MRSA in Heimen in Deutschland ergaben Prävalenzen zwischen 1,1% und 2,4% bezogen auf die Teilnehmerzahl. In der vom lögd 2001 in NRW an 1057 Altenheimbewohnern und 193 Altenpflegekräften durchgeführten Studie wurde eine MRSA-Prävalenz von 3% festgestellt.

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Neue MedTech-Studie belegt: Moderne Wundversorgung steigert Heilungsraten und senkt Therapiekosten

Quelle: BVMed-Pressemeldung Nr. 78/07 vom 11. Oktober 2007

Durch den Einsatz moderner Produkte zur Wundbehandlung können der Bedarf an Verbandwechseln um ein Vielfaches reduziert, die Kosten der Therapie um 25 Prozent gesenkt und die Heilungsraten um über 130 Prozent gesteigert werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Nutzen durch Innovation“ der Strategieberatung CEPTON im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed. Durch innovative Wundbehandlung wie schmerzmittel enthaltende oder silikonbeschichtete Wundauflagen können zudem die Schmerzen von Patienten um über 50 Prozent gesenkt werden. Zusätzlich zu den viel besseren Heilungserfolgen lassen sich auch die Gesamtkosten der Behandlung sektorübergreifend deutlich senken. Dennoch werden in Deutschland immer noch 40-mal so viele konventionelle Wundverbände angewendet als moderne, so das Fazit der Studie.

Vollständiger Pressetext unter:
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Neue Literatur

Prüf- und Bewertungsmethoden für Antidekubitus-Systeme

Dissertation von Diplomingenieur Peter Diesing
von der Fakultät V - Verkehrs- und Maschinensysteme der Technischen Universität Berlin

Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Entwicklung von Prüf- und Bewertungskriterien für Antidekubitus-Systeme und die in diesem Zusammenhang durchgeführten Studien. Zur Umsetzung des Vorhabens gehörte neben umfangreichen analytischen, messtechnischen und experimentellen Voruntersuchungen der Aufbau eines Prüfstandes zur Ermittlung der für die Dekubitusentstehung verantwortlichen Parameter. Da die Prüfverfahren im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren zum Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen konzipiert wurden, war der Bezug zur klinischen Realität mit der Durchführung einer randomisierten klinischen Studie zu schaffen. Die im Rahmen dieser Studie durchgeführten Messungen dienten gleichzeitig der Validierung der Laborprüfverfahren. Wenngleich bereits eine Vielzahl von Prüfverfahren entwickelt wurde, konnte bisher kein Verfahren den Bezug zur klinischen Wirklichkeit nachweisen. Gleichzeitig erlauben die Ergebnisse und Erkenntnisse der klinischen Studie die Skizzierung der Randbedingungen zukünftiger klinischer Untersuchungen im Umfeld von Antidekubitus-Systemen.

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http://www.berlincert.de/downloads/dissertation_diesing.pdf