Dezember 2007

EpiDex
Warum bei Diabetikern die Nieren versagen
UKM bekämpft unsichtbare Gefahr MRSA
Selbstbewusste Wahrnehmung der pflegerischen Aufgaben verlangt
Versorgung und Pflege der Eintrittsstellen von PEG/PEJ-Sonden
Eradikationsstrategien bei Methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA)

Erteilung Herstellungserlaubnis für EpiDex in der GMP Anlage des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft vom 30.10.2007

Nach erfolgreicher Inspektion durch das Regierungspräsidium Leipzig und das Paul-Ehrlich-Institut wurde der Leipziger euroderm GmbH am 18.10.2007 in den Reinräumen der GMP-Herstellungsstätte des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) die Herstellungserlaubnis nach §13 Arzneimittelgesetz zur Herstellung von EpiDex erteilt. EpiDex ist ein aus patienteneigenen Zellen der äußeren Haarwurzelscheide gezüchtetes epidermales Äquivalent zur Behandlung chronischer Wunden. Es stellt eine ambulant durchführbare Alternative zur stationär durchgeführten plastischen Deckung mittels Spalthaut dar. Zukünftig wird die euroderm GmbH auf die moderne GMP-Infrastruktur des Fraunhofer IZI sowie deren qualifizierte personelle Ressourcen zurückgreifen, um ihre Patienten in Deutschland und der Schweiz mit diesem innovativen Tissue Engineering Produkt zu versorgen.

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Warum bei Diabetikern die Nieren versagen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft vom 05.11.2007

Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg haben einen entscheidenden Mechanismus entdeckt, der bei Diabetikern zum Nierenversagen führen kann: Durch die Überzuckerung bei einem Diabetes mellitus wird ein wichtiger Signalweg unterdrückt, der für die Funktion bestimmter Nierenzellen notwendig ist. Die Folge: Die Zellen werden in den Selbstmord (Apoptose) getrieben, die Nieren können den Harn nicht mehr filtern.
Außerdem konnten die Forscher im Tiermodell zeigen, dass zwei verschiedene Stoffe in der Lage sind, vor dem Zelltod und damit vor dem schleichenden Nierenversagen zu schützen. Es handelt sich dabei um das Antibiotikum Minocyclin sowie das Signalprotein "Aktiviertes Protein C" (APC).

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UKM bekämpft unsichtbare Gefahr MRSA

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft vom 23.11.2007

"Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Pille gegen eine unheilbare Erkrankung", sagt Privat-Dozent Dr. Alexander Friedrich vom Institut für Hygiene am Universitätsklinikum Münster (UKM). Die Fachwelt vor rund 60 Jahren war ähnlich begeistert wie es Ärzte heute wären, hätten sie so eine Pille zur Verfügung, als das erste Antibiotikum Penicillin entdeckt wurde. Bis dahin starben noch rund 80 Prozent der Menschen, die damals an einer Blutvergiftung erkrankten. Die "Geißel" der Menschheit, die Seuchen, galt mit Einführung der Antibiotika als besiegt. Bis heute: In den vergangenen Wochen wurden Todesfälle bei Schülern in den USA bekannt. Ursache waren antibiotikaresistente Bakterien, so genannte Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA).

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Großkopf, Volker:

Selbstbewusste Wahrnehmung der pflegerischen Aufgaben verlangt

Die Schwester Der Pfleger 46. Jahrg. 11/07: 1052-1055

Der Artikel wurde dankenswerterweise von der Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft mbH zur Verfügung gestellt.

Trotz einer Vielzahl hochwirksamer Produkte und Behandlungsmöglichkeiten leiden in Deutschland etwa drei bis vier Millionen Menschen an Wunden mit schlechter oder fehlender Heilungstendenz. Viele dieser Patienten haben einen jahrelangen Leidensweg mit den unterschiedlichsten Therapieversuchen hinter sich. Der Autor beschäftigt sich – wegen des interdisziplinären Zusammenwirkens der Leistungserbringer – in diesem Beitrag mit Fragen des Haftungsrechts bei der Wundversorgung.

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Eberlein, Thomas:

Versorgung und Pflege der Eintrittsstellen von PEG/PEJ-Sonden

Die Schwester Der Pfleger 46. Jahrg. 10/07: 902-906

Der Artikel wurde dankenswerterweise von der Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft mbH zur Verfügung gestellt.

Sondeneintrittstellen von PEG- und PEJ-Anlagen bedürfen einer regelmäßigen Pflege und müssen verbandstechnisch richtig versorgt werden. Es gilt, Komplikationen für den Patienten zu minimieren, die Verweilzeit der Sonde zu optimieren und die Lebensqualität zu erhöhen. Der folgende Beitrag gibt Empfehlungen im Rahmen der Versorgung von Sondenneuanlagen sowie von bereits länger liegenden Sonden.

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Eberlein_PEG-Sonden.pdf

N. Wischnewski, M. Mielke

Übersicht über aktuelle Eradikationsstrategien bei Methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) aus verschiedenen Ländern

Hyg Med 2007; 32 [10]: 389-394

Gezielte Eradikationsstrategien zur Sanierung bzw. Reduktion einer MRSA-Besiedelung sollen eine potenzielle MRSA-Infektion vermeiden. Bei der Vielzahl an Studien mit zum Teil unterschiedlichen Ergebnissen stellt sich für den Anwender in der Praxis jedoch die Frage, welche Eradikationsstrategie bei welcher Gegebenheit einzusetzen wäre. In diesem Beitrag werden daher die Empfehlungen einiger Länder vorgestellt und die unterschiedlichen Herangehensweisen zur MRSA Sanierung aufgezeigt. Dies macht deutlich, dass bei der Entscheidung für eine Eradikationsstrategie eine Reihe von individuellen Risikofaktoren berücksichtigt werden sollten, da diese letztendlich den Erfolg einer Sanierung beeinflussen und die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen bei MRSA-Trägern ein differenziertes Vorgehen erfordert. Daher bleibt die gewählte Strategie immer eine Einzelfallentscheidung. Auf Fragen nach der Dauer von Sanierungsmaßnahmen bzw. Sanierungszyklen oder Dauer und der Anzahl der Kontrollnachweise geben auch die vorgestellten Empfehlungen keine definitive Antwort. Weitere Studien müssen diese wichtigen Fragen in Zukunft beantworten.

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http://www.rki.de...MRSA_LIT_pdf4.pdf