Herstellerangaben


  TEXTUS.heal
Medizinprodukt Kl. III MPG (Verbandmittel)
 
Eigenschaften und Wirkungsweise
BioCELL setzt 0,2% Hyaluron (Hyaluronsäure) als Aktivierungsspray zur Wundheilung ab Granulation ein.

Ein Vorteil des Sprays ist, dass es sich der Wundstruktur sehr gut anpasst und auch in kleine Fistelgänge gut platziert wird. TEXTUS heal ist 100% biokompatibel.

Das durch eine Gewebeverletzung entstandene Wundmilieu ist anaerob, laktatreich und hypoxisch. Die sich anschließend ausbildende, provisorisch überwiegend aus Fibrin gebildete extrazelluläre Matrix weist eine hohe Konzentration an Hyaluronsäure, einem Glycosaminglycan, auf. Durch dessen wasserreiche (Hülle) kommt es zu einer verstärkten Zellmigration, vermehrten Angiogenese und Phagozytosereaktivität. Natrium-Hyaluronat ist biokompatible, inert und wird zu 100% vom Körper abgebaut.

Narbenfreie Wundreparationen in Folge geordneter Kollagenmuster mit veränderter Faserzusammensetzung sind die Folge.

Die Wirkung von Hyaluronsäure ist vermutlich durch Einflüsse auf die Entzündungsreaktion, ggf. durch das Abfangen freier Radikale sowie und auf das hohe Wasserbindungsvermögen zurückzuführen, so dass die Wunde aufquillt und vermehrte Zellaktivitäten zur Wundheilung führen, wie z.B. die bessere Sauerstoffversorgung der Wunde in Verbindung mit verbesserter Migration von Keratinozyten.

Studien konnten zeigen, dass durch die Applikation von Hyaluronsäure die Phagozytose, die Fibroblastenproliferation, die Freisetzung von Zytokinen, die Zellmigration, die Angiogenese und die Kollagensynthese gesteigert werden konnten. Bemerkenswert ist, dass die Hyaluronsäure den Transport von (Peptid-) Wachstumsfaktoren, die maßgeblich an den Ablauf der Wundheilung regulieren, fördert.

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Anwendungsgebiete
TEXTUS.heal Hyaluronspray ist angezeigt bei Wundheilungsstillstand chronischer Wunden sowie Problemwunden ab Granulationsphase und bei äußerlichen Hautverletzungen und Läsionen. nach oben

Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen (Hyaloronsäure)

Das Hyaluronsäurepräparat wird im Allgemeinen gut vertragen. Gelegentlich kommt es zu entzündlichen Hautrötungen (Erythemen), die in der Regel nach einiger Zeit abklingen. Örtliche Schwellungen und/oder Hautjucken treten bei weniger als 1 % der Patienten auf. Diese Symptome verschwinden meist innerhalb kürzester Zeit. Akneähnliche Hautveränderung bildet (<5%) sich jedoch nach wenigen Tagen bis Wochen von selbst zurück.

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Die Erstattungssituation von Hyaluronsäure - Präparaten in Deutschland

Hyaluronsäure-Präparate stellen insofern einen Sonderfall im deutschen Gesundheitswesen dar, als Hyaluronsäure-Produkte früher als Arzneimittel zugelassen, jetzt aber als Medizinprodukt registriert werden können. Ursprünglich wurden Hyaluronsäure-Produkte als sogenannte "Geltungsarzneimittel" nach § 2 des Arzneimittelgesetzes eingestuft und dementsprechend als Arzneimittel verschrieben sowie erstattet und dem Arzneimittelbudget zugeordnet. Erst mit Inkraftetreten des Medizinproduktegesetzes im Jahre 1995 konnten Hyaluronsäure-Präparate zur Behandlung als Medizinprodukte zugelassen werden. Diese Produkte fallen jedoch gleichsam in eine Grauzone der "regulatorischen" und sozialgesetzlichen Bestimmungen. Die Einstufung als Medizinprodukt obliegt allein dem Hersteller.

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