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Herstellerangaben
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Traumasive |
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| Traumasive ist aus zwei Schichten aufgebaut: dem Trägermaterial und der Hydrokolloidplatte. Das Trägermaterial und die Hydrokolloidplatte sind aus synthetischen bzw. natürlichen makromolekularen Verbindungen aufgebaut. |
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Trägermaterial |
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Die Trägersubstanz besteht aus transparentem Polyurethan und ist flexibel und selbsthaftend. Die Polyurethan-Trägersubstanz stellt die Kontaktfläche zwischen dem Verband und der äußeren Umgebung dar. |
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Hydrokolloidplatte |
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Die Hydrokolloidplatte (Klebemasse) stellt den „aktiven Wirkstoff“ des Traumasive-Hydrokolloidverbands dar. Sie ist aus zwei Polymeren zusammengesetzt: Polyisobutylen und Natrium-Carboxymethylcellulose (Na-CMC). |
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Polyisobutylen
Polyisobutylen ist ein wasserabstoßendes (hydrophobes), kautschuk-ähnliches Elastomer, das direkt für die Klebeeigenschaften des Verbands verantwortlich ist. Durch die Wasser- und Gasundurchlässigkeit trägt es zur anfänglichen Okklusion des Verbandes bei. Die in das Polyisobutylen eingelagerten, natürlichen Hydrokolloidpartikel quellen durch die Aufnahme von Flüssigkeit (Wundsekret), dadurch wird die Platte semiokklusiv.
Natrium-Carboxymethylcellulose (Na-CMC)
Na-CMC ist ein leicht wasserlösliches Cellulosepolysaccharid. Na-CMC kann innerhalb von 24 Stunden mehr als das Zehnfache seines Gewichtes an Wasser aufnehmen und wandelt sich dabei in ein hochviskoses Gel um.
Charakteristische Merkmale von Na-CMC sind:
- schnelle Löslichkeit in kaltem und warmem Wasser
- Kolloid mit Schutzwirkung, eindickend, rheologische Regulationsfunktion, haftend, stabilisierend
- flüssigkeitsaufnehmende Substanz
- physiologisch inert
- pH-Regulation aufgrund der Neutralität
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Produkteigenschaften |
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Wundsekretaufnahmekapazität:
- Die Kapazität für die Aufnahme von Wundsekret ist mitbestimmend für die Tragedauer. Bei der Wundheilung ist es erforderlich, dass das Wundsekret nicht über die Wundränder tritt und in Kontakt mit der gesunden Haut gelangt. Traumasive nimmt das Sekret auf und bindet es. In der Aufnahmekapazität für das Sekret gibt es unter den Hydrokolloidverbänden große Unterschiede. Die Aufnahmekapazität für Wundsekret von Traumasive plus, - Border und - Sacrum ist mit am höchsten.
Wasserdampfdurchlässigkeit:
- Nach Bildung des Gels hat Traumasive seine anfänglich erwünschte okklusive Eigenschaft verloren. Der Verband wird semi-okklusiv, so dass Luft an die Wunde gelangen kann. In gleichem Maß wie Luft an die Wunde gelangt, kann Wasserdampf nach außen treten. Dadurch wird die Konsistenz des Gels beeinflusst. Geht zuviel Wasserdampf nach außen, trocknet das Gel zu stark und das gewünschte feuchte Milieu geht verloren. Falls zu wenig oder gar kein Wasserdampf (okklusiv) nach außen tritt, wird das Gel zu flüssig und tritt unter der Platte heraus.
Schutzwirkung gegen Bakterien und Schmutz:
- Eine wichtige Funktion des Verbandes besteht im Schutz der Wunde vor bakteriellen Verunreinigungen zur Vermeidung einer Superinfektion.
- Traumasive plus/- Border und - Sacrum sind für Bakterien 7 Tage undurchlässig, Traumasive Film 4-6 Tage.
Abwaschbarkeit:
- Die Polyurethan-Trägersubstanz ist wasserundurchlässig, so dass Traumasive auch beim Baden und Duschen getragen werden kann.
Transparenz der Trägersubstanz:
- Aufgrund der Transparenz von Traumasive können durch den Verband hindurch Veränderungen der Farbe des Kolloidgels und der Wundränder (z. B. eine beginnende Rötung) festgestellt werden.
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Wirkungsweise |
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Mit zunehmender Exsudatbildung nehmen die Hydrokolloidpartikel immer mehr Exsudat auf und quellen unter Bildung eines viskosen Kontaktgels auf. In diesem feuchten Milieu erfolgt der Prozess der Wundheilung. Wenn das kolloidale Gel die Trägersubstanz erreicht, verliert die Masse ihre okklusiven Eigenschaften. In einer zweiten Phase wird der Traumasive-Hydrokolloidverband dank der Durchlässigkeit seiner Trägersubstanz semiokklusiv.
Der fundamentale Unterschied zwischen der Wundheilung in trockenem Milieu und der Wundheilung in feuchtem Milieu bedingt die qualitativ bessere und schnellere Wundheilung tiefer dermaler und epidermaler Wunden. Stark saugende Wundverbände wie Traumasive plus/ -Border und -Sacrum können aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung bis zum Sechsfachen ihres Eigengewichtes an Wundsekret aufnehmen. Eine äußerlich deutlich sichtbare Wölbung der Hydrokolloidplatte über der Wundfläche zeigt einen notwendigen Verbandswechsel an.
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Indiaktionen |
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Geeignet für die Versorgung von nässenden Wunden wie:
- Unterschenkelgeschwüre (z. B. verursacht durch venöse Stauungen, Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit oder
- Verletzungen)
- Verbrennungen 1. + 2. Grades
- Spalthautentnahmen
- Druckgeschwüre (Dekubitus), insbesondere im Sakralbereich
- Oberflächliche Unterschenkelgeschwüre
- Oberflächliche Druckgeschwüre ( Dekubitus)
- Abschürfungen gegen Ende des Heilungsprozesses
- genähte Wunden.
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Traumasive plus und Traumasive Film bestehen aus flexiblem Material und sind selbsthaftend, auch auf Knöcheln, Fersen und an Zehen.
Traumasive Border und Traumasive Sacrum bestehen aus flexiblem, selbsthaftendem Material und besitzen einen Kleberand.
Der Verband passt sich optimal der Körperform an und eignet sich im Falle von:
- Traumasive Border insbesondere für Wunden in Problemzonen wie im Fersen- oder Sakralbereich
- Traumasive Sacrum aufgrund der speziellen Form insbesondere für Wunden im Sakralbereich
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Anwendungshinweis |
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Traumasive dient als Wundabdeckung. Andere Maßnahmen wie Ruhigstellung betroffener Körperteile, Umlagerung, Druckentlastung und angepasste Diät müssen auch bei einer Wundversorgung mit Traumasive weiterhin durchgeführt werden.An einem Unterschenkelgeschwür kann über Traumasive ein Kompressionsverband angelegt werden. |
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Kontraindikationen |
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Traumasive plus/- Border/- Sacrum und - Film eignen sich nicht für die Versorgung von
- Geschwüren als Folge infektiöser Erkrankungen (z. B. Tuberkulose, Syphilis, tiefreichende Pilzinfektionen)
- Verbrennungen 3. Grades
- infizierten Wunden
- stark nässenden Wunden (zusätzlich bei Traumasive Film).
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