Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages Neuer Merkur, Mnchen
Pilzinfektionen
der Fe und Fungel:
Topische
Therapie mit Antimykotika
Von
Susanne Ahrndt, Mnchen
Erstverffentlichung
in:
Fu- und Nagelpilz gehren zu den hufigsten Infektionskrankheiten des
Menschen. Fast jeder dritte Bundesbrger ist von einer Pilzinfektion der Fe
betroffen, wobei rund zehn Millionen Mnner und Frauen unter einer Pilzerkrankung
der Ngel leiden. Dabei entwickelt sich die Nagelpilzinfektion hufig aus einem
Fupilz. Nicht selten werden die Symptome von den Betroffenen verkannt,
ignoriert oder aus Schamgefhl verschwiegen. Das hat zur Folge, dass nur etwa
jeder dritte Patient mit Tinea pedis und zirka jeder zehnte Patient mit Tinea
unguium behandelt wird.
Der Beratungsbedarf bei den
Patienten ist enorm, zumal seit der Befreiung einiger antimykotischer Mittel
von der Rezeptpflicht die Selbstmedikation immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Soll diese erfolgreich sein, ist eine korrekte und konsequente Anwendung erforderlich,
die im Idealfall durch eine fachgerechte podologische Behandlung begleitet
wird. Zeigen Sie Beratungskompetenz in puncto moderner Arzneimittel, die den
ungebetenen Gsten an Fen und Ngeln effektiv Paroli bieten.
Tabuthema Pilzerkrankung
Fu- und Nagelpilz
sind nach wie vor ein Tabuthema. Eine Pilzinfektion an Fen und Ngeln stufen
vierzig Prozent der Deutschen als besonders peinlich" ein, obwohl natrlich
die meisten wissen, dass zwischen Hygiene und Pilzerkrankungen an Fen und
Ngeln kein direkter Zusammenhang bestehen muss. In der Regel werden Fu- und
Nagelpilzerreger ber Haut- und Nagelschppchen, an denen Pilzsporen haften,
von Mensch zu Mensch bertragen. Die Pilzsporen sind sehr widerstandsfhig und
knnen zum Beispiel auf Badematten, Lattenrosten oder Bodenbelgen ber
mehrere Wochen infektis bleiben. Das Abschilfern von Hautschuppen ist ein normaler
Vorgang bei der Hauterneuerung. Deshalb lassen sich die Hautpartikel berall
dort in greren Mengen finden, wo viele Menschen barfu laufen. So lauert
der Fupilz in Hotelzimmern, Saunen, Schwimmbdern, Sportsttten, Fitness-Studios,
Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen. Im Englischen wird treffenderweise
bei Fu- und Nagelpilz vom athlete's foot" (= Sportlerfu) gesprochen,
denn bei Sportlern findet man Pilzerkrankungen besonders hufig. Hoch ist
zudem das Infektionsrisiko bei Schuhen, die zum Bowlen, Ski- und Schlittschuhlaufen
oder zum Wandern ausgeliehen werden. Als Pilzreservoir nicht zu unterschtzen
ist auerdem der private Bereich (etwa Teppichbden, Badezimmerbden und
-matten oder kontaminierte Gebrauchsgegenstnde wie Nagelscheren, Nagelfeilen
und Handtcher).
Doch das Risiko ist
nicht fr alle Menschen gleich. Ideale Wachstumsbedingungen sind fr die Pilze
Feuchtigkeit und Wrme. Pathogenetisch die wichtigste Rolle bei der Entstehung
von Fu- und Nagelpilzerkrankungen spielen vermehrtes Schwitzen und gestaute
Feuchtigkeit in schlecht luftdurchlssigen Schuhen (Sportschuhe, Gummistiefel,
Skistiefel). Wird durch stndige Durchfeuchtung die Haut aufgeweicht, haben
die Pilzerreger leichtes Spiel, sich in ihr einzunisten. Das gilt auch fr
kleinste Hautrisse wie sie zum Beispiel unbemerkt durch abrupte Bewegungen beim
Sport entstehen knnen. Ferner frdern Synthetiksocken, unbequeme, enge Schuhe
oder Nagelverletzungen durch Fehler in der Pedikre eine Infektion. Aber auch
Geschlecht, Alter und bestimmte Grunderkrankungen begnstigen eine
Pilzinfektion an Fen und Ngeln. So sind Mnner hufiger als Frauen
betroffen. ltere Menschen haben ein hheres Risiko als jngere. Nagelmykosen
werden bei mehr als 45 Prozent der ber 65-Jhrigen beobachtet. Besonders
gefhrdet sind auerdem Diabetiker und Menschen mit einer Abwehrschwche.
Zudem sind Menschen mit Durchblutungsstrungen, die stndig kalte Fe haben,
hufig betroffen. Denn der Fupilz gedeiht auch bei einer feuchten, aber etwas
khleren Umgebung.
Typische Symptome fr
eine Tinea pedis sind Jucken, wei߭lich verquollene oder gertete Hautstellen
und Schuppenbildung. Spter kommen Brennen und sogar Schmerzen hinzu, und
die erkrankte Haut kann Blschen und feine Hautrisse bilden.
Fupilz tritt in der
Anfangsphase am hufig-sten zwischen den Zehen als Interdigitalmykose auf,
insbesondere in den engen dritten und vierten Zehenzwischenrumen. Doch die
Infektion bleibt nicht auf der Stelle, sondern breitet sich oft auch auf andere
Fubereiche wie Zehen, Furnder, Fusohle, Ferse und Furcken - meistens an
mehreren Stellen gleichzeitig - aus. Besonders gefhrdet sind die Fungel.
Denn aus jeder zweiten Fupilzinfektion entsteht bei unzureichender Behandlung
eine Nagelpilzerkrankung (Onychomykose). Nagelpilzinfektionen sind besonders
hartnckig. Die ersten Anzeichen, dass ein Pilz sich unter der Nagelplatte ausbreitet,
sind weiliche, gelbe Flecken auf dem Nagel. Die Hornsubstanz wird glanzlos,
stumpf und undurchsichtig. Auf Dauer wird die Nagelplatte brckelig, brchig
und verdickt. Dabei hebt sie sich oft vom Nagelbett. Im Extremfall kann der
Nagel vllig zerstrt werden, was zu starken Behinderungen beim Gehen fhrt.
Typischerweise beginnt die Infektion am vorderen Nagelrand und breitet sich
nach hinten in Richtung Matrix aus.
Weil die Symptome zunchst
kaum belasten und Schmerzen beim Gehen, etwa erst bei einer strkeren
Verformung der Ngel, auftreten, verstreicht wertvolle Zeit bis die Erkrankung
wahrgenommen wird beziehungsweise die Patienten den Weg zum Podologen oder
Hautarzt finden. Dasselbe Problem besteht oft auch bei einer
Fupilzinfektion, weil die lstigen Symptome wie Brennen oder Schmerzen hufig
erst im fortgeschrittenen Stadium der Infektion auftreten. Doch es ist fatal,
wenn die unschnen Haut- und Nagelvernderungen als Bagatelle abgetan
werden. Fu- und Nagelpilz verschwinden nicht von selbst. Unbehandelt sind
Pilzinfektionen an Fen oder Ngeln eine stndige Infektionsquelle und
knnen relativ leicht auf andere Krperteile, aber auch auf andere Menschen
bertragen werden. Bei einem Fu- oder Nagelpilzverdacht sollte die Therapie
so frh wie mglich beginnen.
Selbstmedikation bei
Fupilz mit lokalen Arzneimitteln ist heute die Therapie der Wahl. Jedoch muss
Menschen mit Durchblutungsstrungen oder Diabetes dringend empfohlen werden, zunchst
einen Arzt aufzusuchen. Eine Rcksprache mit dem Dermatologen ist ebenfalls
notwendig, wenn trotz Behandlung keine Besserung eintritt. In Eigenregie
knnen auch leichte bis mittelschwere Nagelpilzinfektionen behandelt werden.
Eine topische Therapie reicht aus, wenn weniger als zwei Drittel des Nagels
und maximal drei Ngel befallen sind. Bei schweren Nagelpilzerkrankungen mit
Matrixbefall kann zustzliche eine systemische Therapie mit Tabletten fr
einige Wochen oder Monate erforderlich sein. Im Fall einer schweren Nagelpilzinfektion
oder bei einer unsicheren Diagnose sollten Sie die Patienten unbedingt zunchst
zum Arzt schicken. Das gilt brigens auch fr schwangere Patientinnen oder
Frauen in der Stillzeit.
Fu- und
Nagelpilzinfektionen werden hauptschlich von Dermatophyten (Fadenpilzen), im
geringeren Umfang aber auch von Hefe- und Schimmelpilzen verursacht. Mglich
sind darber hinaus Mischinfektionen mit verschiedenen Pilztypen. Da Nagelpilz
hufig infolge einer Fupilzerkrankung entsteht, sind Zehenngel viermal
hufiger betroffen als Fingerngel.
So steht mit dem
Wirkstoff Terbinafin (Lamisil, Novartis Consumer Health GmbH) ein
hochwirksames topisches Antimykotikum zur Verfgung, das vor allem fr
Patienten interessant ist, die Fupilz zwischen den Zehen auf unkomplizierte
Weise in einem mglichst kurzen Zeitraum bekmpfen wollen. Fr die Therapie
reicht eine Woche aus, wobei das Arzneimittel nur einmal tglich angewendet
werden muss. Terbinafin aus der Substanzklasse der Allylamine ist hochwirksam
gegen Dermatophyten, indem es die Haupterreger von Fupilz im Wachstum hemmt
und abttet (fungizide Wirkung). Zudem reichert sich der Wirkstoff in den
obersten Hautschichten an und wirkt so auch noch nach Beendigung der
siebentgigen Therapie weiter. Aufgrund des Depoteffekts kann die Fupilzinfektion
richtig ausheilen und flammt nicht schon nach wenigen Wochen wieder auf. Lamisil
steht als Creme, DermGel oder Spray zur Verfgung. Lamisil Creme pflegt
trockene und sensible Haut und ist besonders geeignet im fortgeschrittenen
Stadium bei roter und rissiger Haut. Lamisil DermGel khlt und pflegt
juckende und brennende Haut und Lamisil Spray ist besonders praktisch,
bequem und hygienisch in der Handhabung. Da nur gesprht wird, bleiben die
Hnde sauber. Besonders fr ltere Menschen, die ihre Fe oft schlecht erreichen,
ist das Spray eine praktische Alternative. Lamisil Creme wirkt brigens
nicht nur gegen Fadenpilze, sondern auch gegen Pilzinfektionen, die durch
Hefepilze (hauptschlich Candida) ausgelst werden. Als weitere antimykotische
Wirkstoffe bewhrt haben sich seit langem die Azol-Derivate Clotrimazol (Canesten,
Bayer HealthCare AG) und Bifonazol (Canesten EXTRA, Bayer HealthCare
AG). Beide Wirkstoffe sind gut vertrglich, besitzen ein breites
antimykotisches Wirkspektrum und bekmpfen alle relevanten Erreger am Fu:
Dermatophyten, Hefe- und Schimmelpilze sowie verschiedene Bakterienarten wie
zum Beispiel Staphylokokken oder Streptokokken, die bei Mischinfektionen mit
Pilzen und Superinfektionen von Hautlsionen vorkommen knnen. Beide Wirkstoffe
entfalten in der Haut eine fungizide Wirkung. Clotrimazolhaltige Canesten-Prparate
zur uerlichen Therapie von Pilzinfektionen sind seit mehr als 30 Jahren
auf dem Markt.
Whrend Canesten-Prparate,
die als Creme, Pumpspray oder Tropflsung erhltlich sind, bis zu dreimal
tglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden mssen, reicht bei Canesten
EXTRA mit dem Wirkstoff Bifonazol bereits eine einzige Anwendung pro Tag.
Dies macht eine besonders lange Verweildauer des Wirkstoffes in der Haut mglich
- eine ideale Therapievariante fr alle, die fr eine Pilztherapie nur wenig
Zeit erbrigen knnen! Darber hinaus ttet Bifonazol die Pilzerreger
besonders effizient ab, weil es die Synthese von Ergosterol - ein unentbehrlicher
Bestandteil der Zellwand von Pilzen - gleich an zwei Stellen blockiert. Zustzlich
wirkt Bifonazol entzndungshemmend und damit lindernd auf qulende Symptome
wie Juckreiz und Brennen. Diese Symptome klingen meist innerhalb weniger Tage
ab.
Um eine dauerhafte
Heilung zu erzielen, wird eine Behandlungsdauer von drei Wochen empfohlen. Ein
vorzeitiger Abbruch der Therapie
erhht das Rckfallrisiko. Canesten EXTRA wird als Creme, Spray oder
Gel angeboten. Als wasserfeste Formulierung ist Canesten EXTRA Creme besonders
empfehlenswert fr Anwender, die hufig duschen, baden oder schwimmen. Canesten
EXTRA Gel wird aufgrund seiner rckfettenden Eigenschaften vor allem fr
trockene Fupilzhaut empfohlen. Bei eingeschrnkter Beweglichkeit, oder um den
direkten Kontakt der Hnde mit infizierten Hautstellen zu vermeiden, stellt Canesten
EXTRA Spray die richtige Wahl dar.
Darber hinaus ist fr
die lokale Therapie von leichten bis mittelschweren Nagelpilzinfektionen seit
kurzem das Canesten EXTRA Nagelset in der Apotheke erhltlich, mit dem
der Nagelpilz durch ein Zwei-Wirkstoff-System bekmpft wird: Aufweichen der
infizierten Nagelsubstanz mit Harnstoff und Bekmpfung der Erreger mit
Bifonazol. In der ersten Phase der Behandlung wird der Nagel jeden Tag mit einer
Salbe behandelt, die ein Prozent Bifonazol und 40 Prozent Harnstoff enthlt.
Bei jedem Behandlungsdurchgang wird der Nagel gebadet, von aufgeweichter
Nagelsubstanz befreit, eingecremt und mit einem Pflaster abgedeckt. Bei konsequenter
Behandlung ist in der Regel die infizierte Nagelsubstanz nach ein bis zwei
Wochen beseitigt. Gesunde Nagelteile bleiben dabei erhalten.
Um einen Rckfall zu
verhindern und das Nachwachsen des gesunden Nagels zu frdern, sollte einmal
pro Tag ber vier Wochen der betroffene Nagel mit Canesten EXTRA Creme weiterbehandelt
werden. Jedes Nagelset enthlt eine Tube Bifonazol-Harnstoff-Salbe, einen
Spatel zum Abtragen der aufgeweichten Nagelsubstanz, 15 wasserfeste
Hygiene-Pflaster sowie eine Gebrauchsinformation.
Eine interessante
Therapievariante fr Nagelpilz-Geplagte, die nicht jeden Tag Zeit zur Bekmpfung
der ungebetenen Nagelbewohner aufbringen knnen, sind medizinische Nagellacke.
Das gilt auch zum Beispiel fr Patienten mit Einschrnkungen in der
Beweglichkeit, denen nicht jeden Tag ein Helfer zum Anlegen des
Pflasterverbandes zur Verfgung steht. Allerdings muss fr einen Heilerfolg
die Behandlung ber mehrere Monate konsequent durchgehalten werden. So wird Loceryl
Nagellack (Galderma Laboratorium GmbH), ein therapeutischer Lack mit dem
Wirkstoff Amo-rolfin, nur einmal pro Woche appliziert. Das reicht aus, weil der
Lack auf der Nagelplatte eine wasserfeste, sehr bestndige Lackschicht bildet,
die eine Woche auf dem Nagel haften bleibt. Amorolfin aus der Substanzgruppe
der Morpholine ist ein hocheffizientes Antimykotikum, das die
Ergosterolsynthese des Pilzes an zwei Stellen unterbricht und so Aufbau und
Funktion der Zellwand zerstrt. Amorolfin hemmt den Pilz nicht nur im Wachstum,
sondern ttet ihn auch ab. Der Amorolfin-haltige Nagellack Loceryl hilft
bei Nagelmykosen, die von Dermatophyten und Hefen verursacht werden. Nach dem
Auftragen des Nagellacks dringt der Wirkstoff kontinuierlich durch die
Nagelplatte bis ins Nagelbett. Auch nach Abschluss der Therapie ist der
Wirkstoff noch zwei Wochen in therapeutischen Dosen im Nagelbett vorhanden.
Grundstzlich sollte die Behandlung so lange durchgefhrt werden, bis ein
vollkommen gesunder Nagel nachgewachsen ist. Ebenfalls in Form eines Nagellacks
lassen sich Nagelmykosen mit Nagel Batrafen (Aventis Pharma) mit dem
Wirkstoff Ciclopirox behandeln. Ciclopirox bekmpft ein breites Erregerspektrum
von Dermatophyten ber Hefen bis Schimmelpilze. Nach dem Auftragen trocknet der
Lack innerhalb weniger Sekunden und bildet auf der Nagelplatte einen hauchdnnen,
festhaftenden Film, aus dem innerhalb weniger Stunden der Wirkstoff fast
vollstndig freigesetzt wird und den erkrankten Nagel schnell und vollstndig
durchdringt. Nagel Batrafen wird im ersten Behandlungsmonat jeden zweiten
Tag, im zweiten Monat zweimal wchentlich und ab dem dritten Monat einmal pro
Woche angewendet. Die Therapie sollte nicht lnger als sechs Monate dauern.
Danach muss der Arzt entscheiden, ob die Behandlung weiter fortgefhrt wird.
Vor dem Auftragen
eines medizinischen Nagellacks sollten die Ngel durch Abfeilen und Abfrsen
des pilzhaltigen Nagelmaterials vorbereitet werden. Das Abschleifen des
pilzhaltigen Nagels frdert den Therapieerfolg, weil ein Teil des
pilzbefallenen Nagels bereits vorzeitig entfernt wird und zugleich der
Wirkstoff bei dnn geschliffenen Ngeln optimal in die Nagelplatte diffundieren
kann. Die medizinischen Nagellacke sind farblos und knnen deshalb auch von
Mnnern angewendet werden. Auerdem knnen Frauen einen kosmetischen, also
farbigen Lack zustzlich auftragen, ohne die Wirkung des Therapeutikums zu
beeintrchtigen.
Fu- und Nagelpilz
sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch therapiebedrftige
Erkrankungen. Moderne, leicht anzuwendende Antimykotika machen die Behandlung
in Eigenregie mglich. Den Therapiefortschritt kann hierbei der Podologe sowohl
durch eine fachgerechte Fu- und Nagelbehandlung frdern, als auch durch
ausfhrliche Hygieneberatung, um einer erneuten Fu- und/ oder Nagelpilzinfektion
vorzubeugen.
Korrespondenzadresse:
Susanne Ahrndt
Nockherstrae 52
81541 Mnchen
Tipps
fr Patienten mit Fu- und/oder Nagelpilzinfektionen
Auf Hygiene achten:
In ffentlichen
Bdern, Umkleidekabinen, Saunen und auch in Hotelzimmern immer Badeschuhe oder
Schuhe tragen. Zum Abtrocknen der Fe ein separates Handtuch benutzen.
Handtcher,
Waschlappen und Strmpfe bzw. Socken tglich wechseln.
Wschestcke bei mehr
als 60 C waschen oder antimikrobiellen Waschmittelzusatz aus der Apotheke verwenden.
So bekmpft etwa Canesten Hygiene-Wschespler mit dem Wirkstoff Preventol R50
Pilzerreger. Er ist zur Desinfektion von Wsche bei Temperaturen bis zu 60 C
geeignet.
Niemals bei einer Fu-
oder Nagelpilzinfektion mit Familienmitgliedern gemeinsam Handtcher,
Nagelfeilen etc. benutzen. Auerdem auch zuhause Badeschuhe oder Hausschuhe
tragen.
Die richtige
Fubekleidung whlen:
Schuhe sollten aus
luftdurchlssigem Material bestehen und bequem sein. Sie drfen nicht zu eng
sein und drcken. Nach dem Tragen diese immer einen Tag austrocknen lassen.
Vor allem auch feuchte Sportschuhe immer gut auslften und austrocknen. Stets
Socken und Strmpfe aus Naturmaterialien wie Baumwolle und Wolle oder modernen
atmungsaktiven Materialien (Mikrofaser) verwenden. Zur Vorbeugung von
Pilzinfektionen knnen auch Strmpfe mit antibakterieller Ausrstung beitragen.
Ebenfalls antimikrobiell wirken eingearbeitete Silberfden. Wachstumshemmend
auf Dermatophyten und Bakterien wirken zudem Garne, die zustzlich zehn
Prozent Chitosanfasern enthalten. Diese Substanz wird aus Chitin, vor allem von
marinen Schalentieren, gewonnen.
Die Fe richtig
pflegen:
Bei pilzinfizierten
Stellen an den Fen trotz Juckreiz nicht kratzen! Denn dadurch knnen sich die
befallenen Stellen nicht nur vergrern und entznden, sondern auch eine Quelle
fr Pilzinfektionen an anderen Krperstellen wie Ngeln und Hnden, sein. Fe
tglich mit einer hautschonenden, ph-neutralen Waschlotion reinigen, um den
natrlichen Sureschutzmantel der Haut nicht zu beeintrchtigen. Danach stets
gut abtrocknen; insbesondere zwischen den Zehen. berschssige Hornhaut mit
Bimsstein oder Hornhautfeile regelmig entfernen. Dicke, sprde Hornhaut
bildet leicht Risse, die ideale Eintrittspforten fr Pilze sind. Fe regelmig
mit Balsam, Creme, Lotion oder Cremeschaum pflegen, damit die Haut ausreichend
mit Feuchtigkeit und Lipiden versorgt wird und glatt und geschmeidig bleibt.
Was man sonst noch
tun kann:
Bei kalten Fen die
Durchblutung durch ausreichend Bewegung oder Fugymnastik frdern. Das
Immunsystem durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernhrung,
gengend Bewegung und nicht zu viel Stress strken.
Diabetiker sollten auf eine gute Einstellung ihres Blutzuckers achten. Raucher sollten versuchen, das Rauchen aufzugeben.