Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages Neuer Merkur, Mnchen

 

Pilzinfektionen der Fe und Fungel:

 

Topische Therapie mit Antimykotika

 

Von Susanne Ahrndt, Mnchen

 

Erstverffentlichung in:

Podologie, LVI, Heft 6/2005: 12-17

 

 

Fu- und Nagelpilz gehren zu den hufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. Fast jeder dritte Bundesbrger ist von einer Pilzinfektion der Fe betroffen, wobei rund zehn Millionen Mnner und Frauen unter einer Pilzerkrankung der Ngel leiden. Dabei entwickelt sich die Nagelpilzinfektion hufig aus einem Fupilz. Nicht selten werden die Symptome von den Betroffenen verkannt, ignoriert oder aus Schamgefhl verschwiegen. Das hat zur Folge, dass nur etwa jeder dritte Patient mit Tinea pedis und zirka jeder zehnte Patient mit Tinea unguium behandelt wird.

 

Der Beratungsbedarf bei den Patienten ist enorm, zumal seit der Befreiung einiger antimykotischer Mittel von der Rezeptpflicht die Selbstmedikation immer mehr an Bedeutung gewinnt. Soll diese erfolgreich sein, ist eine korrekte und konsequente Anwendung erforderlich, die im Idealfall durch eine fachgerechte podologische Behandlung begleitet wird. Zeigen Sie Beratungskompetenz in puncto moderner Arzneimittel, die den ungebetenen Gsten an Fen und Ngeln effektiv Paroli bieten.

 

Tabuthema Pilzerkrankung

 

Fu- und Nagelpilz sind nach wie vor ein Tabuthema. Eine Pilzinfektion an Fen und Ngeln stufen vierzig Prozent der Deutschen als besonders peinlich" ein, obwohl natrlich die meisten wissen, dass zwischen Hygiene und Pilzerkrankungen an Fen und Ngeln kein direkter Zusammenhang bestehen muss. In der Regel werden Fu- und Nagelpilzerreger ber Haut- und Nagelschppchen, an denen Pilzsporen haften, von Mensch zu Mensch bertragen. Die Pilzsporen sind sehr widerstandsfhig und knnen zum Beispiel auf Badematten, Lattenrosten oder Bodenbelgen ber mehrere Wochen infektis bleiben. Das Abschilfern von Hautschuppen ist ein normaler Vorgang bei der Hauterneuerung. Deshalb lassen sich die Hautpartikel berall dort in greren Mengen finden, wo viele Menschen barfu laufen. So lauert der Fupilz in Hotelzimmern, Saunen, Schwimmbdern, Sportsttten, Fitness-Studios, Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen. Im Englischen wird treffenderweise bei Fu- und Nagelpilz vom athlete's foot" (= Sportlerfu) gesprochen, denn bei Sportlern findet man Pilzerkrankungen besonders hufig. Hoch ist zudem das Infektionsrisiko bei Schuhen, die zum Bowlen, Ski- und Schlittschuhlaufen oder zum Wandern ausgeliehen werden. Als Pilzreservoir nicht zu unterschtzen ist auerdem der private Bereich (etwa Teppichbden, Badezimmerbden und -matten oder kontaminierte Gebrauchsgegenstnde wie Nagelscheren, Nagelfeilen und Handtcher).

 

Pilze lieben es feucht

 

Doch das Risiko ist nicht fr alle Menschen gleich. Ideale Wachstumsbedingungen sind fr die Pilze Feuchtigkeit und Wrme. Pathogenetisch die wichtigste Rolle bei der Entstehung von Fu- und Nagelpilzerkrankungen spielen vermehrtes Schwitzen und gestaute Feuchtigkeit in schlecht luftdurchlssigen Schuhen (Sportschuhe, Gummistiefel, Skistiefel). Wird durch stndige Durchfeuchtung die Haut aufgeweicht, haben die Pilzerreger leichtes Spiel, sich in ihr einzunisten. Das gilt auch fr kleinste Hautrisse wie sie zum Beispiel unbemerkt durch abrupte Bewegungen beim Sport entstehen knnen. Ferner frdern Synthetiksocken, unbequeme, enge Schuhe oder Nagelverletzungen durch Fehler in der Pedikre eine Infektion. Aber auch Geschlecht, Alter und bestimmte Grunderkrankungen begnstigen eine Pilzinfektion an Fen und Ngeln. So sind Mnner hufiger als Frauen betroffen. ltere Menschen haben ein hheres Risiko als jngere. Nagelmykosen werden bei mehr als 45 Prozent der ber 65-Jhrigen beobachtet. Besonders gefhrdet sind auerdem Diabetiker und Menschen mit einer Abwehrschwche. Zudem sind Menschen mit Durchblutungsstrungen, die stndig kalte Fe haben, hufig betroffen. Denn der Fupilz gedeiht auch bei einer feuchten, aber etwas khleren Umgebung.

 

Frhzeitig auf Symptome achten

 

Typische Symptome fr eine Tinea pedis sind Jucken, wei߭lich verquollene oder gertete Hautstellen und Schuppenbildung. Spter kommen Brennen und sogar Schmerzen hinzu, und die erkrankte Haut kann Blschen und feine Hautrisse bilden.

Fupilz tritt in der Anfangsphase am hufig-sten zwischen den Zehen als Interdigitalmykose auf, insbesondere in den engen dritten und vierten Zehenzwischenrumen. Doch die Infektion bleibt nicht auf der Stelle, sondern breitet sich oft auch auf andere Fubereiche wie Zehen, Furnder, Fusohle, Ferse und Furcken - meistens an mehreren Stellen gleichzeitig - aus. Besonders gefhrdet sind die Fungel. Denn aus jeder zweiten Fupilzinfektion entsteht bei unzureichender Behandlung eine Nagelpilzerkrankung (Onychomykose). Nagelpilzinfektionen sind besonders hartnckig. Die ersten Anzeichen, dass ein Pilz sich unter der Nagelplatte ausbreitet, sind weiliche, gelbe Flecken auf dem Nagel. Die Hornsubstanz wird glanzlos, stumpf und undurchsichtig. Auf Dauer wird die Nagelplatte brckelig, brchig und verdickt. Dabei hebt sie sich oft vom Nagelbett. Im Extremfall kann der Nagel vllig zerstrt werden, was zu starken Behinderungen beim Gehen fhrt. Typischerweise beginnt die Infektion am vorderen Nagelrand und breitet sich nach hinten in Richtung Matrix aus.

Weil die Symptome zunchst kaum belasten und Schmerzen beim Gehen, etwa erst bei einer strkeren Verformung der Ngel, auftreten, verstreicht wertvolle Zeit bis die Erkrankung wahrgenommen wird beziehungsweise die Patienten den Weg zum Podologen oder Hautarzt finden. Dasselbe Problem besteht oft auch bei einer Fupilzinfektion, weil die lstigen Symptome wie Brennen oder Schmerzen hufig erst im fortgeschrittenen Stadium der Infektion auftreten. Doch es ist fatal, wenn die unschnen Haut- und Nagelvernderungen als Bagatelle abgetan werden. Fu- und Nagelpilz verschwinden nicht von selbst. Unbehandelt sind Pilzinfektionen an Fen oder Ngeln eine stndige Infektionsquelle und knnen relativ leicht auf andere Krperteile, aber auch auf andere Menschen bertragen werden. Bei einem Fu- oder Nagelpilzverdacht sollte die Therapie so frh wie mglich beginnen.

 

Selbst behandeln?

 

Selbstmedikation bei Fupilz mit lokalen Arzneimitteln ist heute die Therapie der Wahl. Jedoch muss Menschen mit Durchblutungsstrungen oder Diabetes dringend empfohlen werden, zunchst einen Arzt aufzusuchen. Eine Rcksprache mit dem Dermatologen ist ebenfalls notwendig, wenn trotz Behandlung keine Besserung eintritt. In Eigenregie knnen auch leichte bis mittelschwere Nagelpilzinfektionen behandelt werden. Eine topische Therapie reicht aus, wenn weniger als zwei Drittel des Nagels und maximal drei Ngel befallen sind. Bei schweren Nagelpilzerkrankungen mit Matrixbefall kann zustzliche eine systemische Therapie mit Tabletten fr einige Wochen oder Monate erforderlich sein. Im Fall einer schweren Nagelpilzinfektion oder bei einer unsicheren Diagnose sollten Sie die Patienten unbedingt zunchst zum Arzt schicken. Das gilt brigens auch fr schwangere Patientinnen oder Frauen in der Stillzeit.

 

Rezeptfreie Mittel aus der Apotheke

 

Fu- und Nagelpilzinfektionen werden hauptschlich von Dermatophyten (Fadenpilzen), im geringeren Umfang aber auch von Hefe- und Schimmelpilzen verursacht. Mglich sind darber hinaus Mischinfektionen mit verschiedenen Pilztypen. Da Nagelpilz hufig infolge einer Fupilzerkrankung entsteht, sind Zehenngel viermal hufiger betroffen als Fingerngel.

So steht mit dem Wirkstoff Terbinafin (Lamisil, Novartis Consumer Health GmbH) ein hochwirksames topisches Antimykotikum zur Verfgung, das vor allem fr Patienten interessant ist, die Fupilz zwischen den Zehen auf unkomplizierte Weise in einem mglichst kurzen Zeitraum bekmpfen wollen. Fr die Therapie reicht eine Woche aus, wobei das Arzneimittel nur einmal tglich angewendet werden muss. Terbinafin aus der Substanzklasse der Allylamine ist hochwirksam gegen Dermatophyten, indem es die Haupterreger von Fupilz im Wachstum hemmt und abttet (fungizide Wirkung). Zudem reichert sich der Wirkstoff in den obersten Hautschichten an und wirkt so auch noch nach Beendigung der siebentgigen Therapie weiter. Aufgrund des Depoteffekts kann die Fupilzinfektion richtig ausheilen und flammt nicht schon nach wenigen Wochen wieder auf. Lamisil steht als Creme, DermGel oder Spray zur Verfgung. Lamisil Creme pflegt trockene und sensible Haut und ist besonders geeignet im fortgeschrittenen Stadium bei roter und rissiger Haut. Lamisil DermGel khlt und pflegt juckende und brennende Haut und Lamisil Spray ist besonders praktisch, bequem und hygienisch in der Handhabung. Da nur gesprht wird, bleiben die Hnde sauber. Besonders fr ltere Menschen, die ihre Fe oft schlecht erreichen, ist das Spray eine praktische Alternative. Lamisil Creme wirkt brigens nicht nur gegen Fadenpilze, sondern auch gegen Pilzinfektionen, die durch Hefepilze (hauptschlich Candida) ausgelst werden. Als weitere antimykotische Wirkstoffe bewhrt haben sich seit langem die Azol-Derivate Clotrimazol (Canesten, Bayer HealthCare AG) und Bifonazol (Canesten EXTRA, Bayer HealthCare AG). Beide Wirkstoffe sind gut vertrglich, besitzen ein breites antimykotisches Wirkspektrum und bekmpfen alle relevanten Erreger am Fu: Dermatophyten, Hefe- und Schimmelpilze sowie verschiedene Bakterienarten wie zum Beispiel Staphylokokken oder Streptokokken, die bei Mischinfektionen mit Pilzen und Superinfektionen von Hautlsionen vorkommen knnen. Beide Wirkstoffe entfalten in der Haut eine fungizide Wirkung. Clotrimazolhaltige Canesten-Prparate zur uerlichen Therapie von Pilzinfektionen sind seit mehr als 30 Jahren auf dem Markt.

Whrend Canesten-Prparate, die als Creme, Pumpspray oder Tropflsung erhltlich sind, bis zu dreimal tglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden mssen, reicht bei Canesten EXTRA mit dem Wirkstoff Bifonazol bereits eine einzige Anwendung pro Tag. Dies macht eine besonders lange Verweildauer des Wirkstoffes in der Haut mglich - eine ideale Therapievariante fr alle, die fr eine Pilztherapie nur wenig Zeit erbrigen knnen! Darber hinaus ttet Bifonazol die Pilzerreger besonders effizient ab, weil es die Synthese von Ergosterol - ein unentbehrlicher Bestandteil der Zellwand von Pilzen - gleich an zwei Stellen blockiert. Zustzlich wirkt Bifonazol entzndungshemmend und damit lindernd auf qulende Symptome wie Juckreiz und Brennen. Diese Symptome klingen meist innerhalb weniger Tage ab.

Um eine dauerhafte Heilung zu erzielen, wird eine Behandlungsdauer von drei Wochen empfohlen. Ein vorzeitiger Abbruch der Therapie erhht das Rckfallrisiko. Canesten EXTRA wird als Creme, Spray oder Gel angeboten. Als wasserfeste Formulierung ist Canesten EXTRA Creme besonders empfehlenswert fr Anwender, die hufig duschen, baden oder schwimmen. Canesten EXTRA Gel wird aufgrund seiner rckfettenden Eigenschaften vor allem fr trockene Fupilzhaut empfohlen. Bei eingeschrnkter Beweglichkeit, oder um den direkten Kontakt der Hnde mit infizierten Hautstellen zu vermeiden, stellt Canesten EXTRA Spray die richtige Wahl dar.

Darber hinaus ist fr die lokale Therapie von leichten bis mittelschweren Nagelpilzinfektionen seit kurzem das Canesten EXTRA Nagelset in der Apotheke erhltlich, mit dem der Nagelpilz durch ein Zwei-Wirkstoff-System bekmpft wird: Aufweichen der infizierten Nagelsubstanz mit Harnstoff und Bekmpfung der Erreger mit Bifonazol. In der ersten Phase der Behandlung wird der Nagel jeden Tag mit einer Salbe behandelt, die ein Prozent Bifonazol und 40 Prozent Harnstoff enthlt. Bei jedem Behandlungsdurchgang wird der Nagel gebadet, von aufgeweichter Nagelsubstanz befreit, eingecremt und mit einem Pflaster abgedeckt. Bei konsequenter Behandlung ist in der Regel die infizierte Nagelsubstanz nach ein bis zwei Wochen beseitigt. Gesunde Nagelteile bleiben dabei erhalten.

Um einen Rckfall zu verhindern und das Nachwachsen des gesunden Nagels zu frdern, sollte einmal pro Tag ber vier Wochen der betroffene Nagel mit Canesten EXTRA Creme weiterbehandelt werden. Jedes Nagelset enthlt eine Tube Bifonazol-Harnstoff-Salbe, einen Spatel zum Abtragen der aufgeweichten Nagelsubstanz, 15 wasserfeste Hygiene-Pflaster sowie eine Gebrauchsinformation.

 

Therapievariante

 

Eine interessante Therapievariante fr Nagelpilz-Geplagte, die nicht jeden Tag Zeit zur Bekmpfung der ungebetenen Nagelbewohner aufbringen knnen, sind medizinische Nagellacke. Das gilt auch zum Beispiel fr Patienten mit Einschrnkungen in der Beweglichkeit, denen nicht jeden Tag ein Helfer zum Anlegen des Pflasterverbandes zur Verfgung steht. Allerdings muss fr einen Heilerfolg die Behandlung ber mehrere Monate konsequent durchgehalten werden. So wird Loceryl Nagellack (Galderma Laboratorium GmbH), ein therapeutischer Lack mit dem Wirkstoff Amo-rolfin, nur einmal pro Woche appliziert. Das reicht aus, weil der Lack auf der Nagelplatte eine wasserfeste, sehr bestndige Lackschicht bildet, die eine Woche auf dem Nagel haften bleibt. Amorolfin aus der Substanzgruppe der Morpholine ist ein hocheffizientes Antimykotikum, das die Ergosterolsynthese des Pilzes an zwei Stellen unterbricht und so Aufbau und Funktion der Zellwand zerstrt. Amorolfin hemmt den Pilz nicht nur im Wachstum, sondern ttet ihn auch ab. Der Amorolfin-haltige Nagellack Loceryl hilft bei Nagelmykosen, die von Dermatophyten und Hefen verursacht werden. Nach dem Auftragen des Nagellacks dringt der Wirkstoff kontinuierlich durch die Nagelplatte bis ins Nagelbett. Auch nach Abschluss der Therapie ist der Wirkstoff noch zwei Wochen in therapeutischen Dosen im Nagelbett vorhanden. Grundstzlich sollte die Behandlung so lange durchgefhrt werden, bis ein vollkommen gesunder Nagel nachgewachsen ist. Ebenfalls in Form eines Nagellacks lassen sich Nagelmykosen mit Nagel Batrafen (Aventis Pharma) mit dem Wirkstoff Ciclopirox behandeln. Ciclopirox bekmpft ein breites Erregerspektrum von Dermatophyten ber Hefen bis Schimmelpilze. Nach dem Auftragen trocknet der Lack innerhalb weniger Sekunden und bildet auf der Nagelplatte einen hauchdnnen, festhaftenden Film, aus dem innerhalb weniger Stunden der Wirkstoff fast vollstndig freigesetzt wird und den erkrankten Nagel schnell und vollstndig durchdringt. Nagel Batrafen wird im ersten Behandlungsmonat jeden zweiten Tag, im zweiten Monat zweimal wchentlich und ab dem dritten Monat einmal pro Woche angewendet. Die Therapie sollte nicht lnger als sechs Monate dauern. Danach muss der Arzt entscheiden, ob die Behandlung weiter fortgefhrt wird.

 

Zustzliche Behandlung

 

Vor dem Auftragen eines medizinischen Nagellacks sollten die Ngel durch Abfeilen und Abfrsen des pilzhaltigen Nagelmaterials vorbereitet werden. Das Abschleifen des pilzhaltigen Nagels frdert den Therapieerfolg, weil ein Teil des pilzbefallenen Nagels bereits vorzeitig entfernt wird und zugleich der Wirkstoff bei dnn geschliffenen Ngeln optimal in die Nagelplatte diffundieren kann. Die medizinischen Nagellacke sind farblos und knnen deshalb auch von Mnnern angewendet werden. Auerdem knnen Frauen einen kosmetischen, also farbigen Lack zustzlich auftragen, ohne die Wirkung des Therapeutikums zu beeintrchtigen.

Fu- und Nagelpilz sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch therapiebedrftige Erkrankungen. Moderne, leicht anzuwendende Antimykotika machen die Behandlung in Eigenregie mglich. Den Therapiefortschritt kann hierbei der Podologe sowohl durch eine fachgerechte Fu- und Nagelbehandlung frdern, als auch durch ausfhrliche Hygieneberatung, um einer erneuten Fu- und/ oder Nagelpilzinfektion vorzubeugen.

 

Korrespondenzadresse:

Susanne Ahrndt

Nockherstrae 52

81541 Mnchen

 

 

Tipps fr Patienten mit Fu- und/oder Nagelpilzinfektionen

 

Auf Hygiene achten:

In ffentlichen Bdern, Umkleidekabinen, Saunen und auch in Hotelzimmern immer Badeschuhe oder Schuhe tragen. Zum Abtrocknen der Fe ein separates Handtuch benutzen.

Handtcher, Waschlappen und Strmpfe bzw. Socken tglich wechseln.

Wschestcke bei mehr als 60 C waschen oder antimikrobiellen Waschmittelzusatz aus der Apotheke verwenden. So bekmpft etwa Canesten Hygiene-Wschespler mit dem Wirkstoff Preventol R50 Pilzerreger. Er ist zur Desinfektion von Wsche bei Temperaturen bis zu 60 C geeignet.

Niemals bei einer Fu- oder Nagelpilzinfektion mit Familienmitgliedern gemeinsam Handtcher, Nagelfeilen etc. benutzen. Auerdem auch zuhause Badeschuhe oder Hausschuhe tragen.

 

Die richtige Fubekleidung whlen:

Schuhe sollten aus luftdurchlssigem Material bestehen und bequem sein. Sie drfen nicht zu eng sein und drcken. Nach dem Tragen diese immer einen Tag austrocknen lassen. Vor allem auch feuchte Sportschuhe immer gut auslften und austrocknen. Stets Socken und Strmpfe aus Naturmaterialien wie Baumwolle und Wolle oder modernen atmungsaktiven Materialien (Mikrofaser) verwenden. Zur Vorbeugung von Pilzinfektionen knnen auch Strmpfe mit antibakterieller Ausrstung beitragen. Ebenfalls antimikrobiell wirken eingearbeitete Silberfden. Wachstumshemmend auf Dermatophyten und Bakterien wirken zudem Garne, die zustzlich zehn Prozent Chitosanfasern enthalten. Diese Substanz wird aus Chitin, vor allem von marinen Schalentieren, gewonnen.

 

Die Fe richtig pflegen:

Bei pilzinfizierten Stellen an den Fen trotz Juckreiz nicht kratzen! Denn dadurch knnen sich die befallenen Stellen nicht nur vergrern und entznden, sondern auch eine Quelle fr Pilzinfektionen an anderen Krperstellen wie Ngeln und Hnden, sein. Fe tglich mit einer hautschonenden, ph-neutralen Waschlotion reinigen, um den natrlichen Sureschutzmantel der Haut nicht zu beeintrchtigen. Danach stets gut abtrocknen; insbesondere zwischen den Zehen. berschssige Hornhaut mit Bimsstein oder Hornhautfeile regelmig entfernen. Dicke, sprde Hornhaut bildet leicht Risse, die ideale Eintrittspforten fr Pilze sind. Fe regelmig mit Balsam, Creme, Lotion oder Cremeschaum pflegen, damit die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit und Lipiden versorgt wird und glatt und geschmeidig bleibt.

 

Was man sonst noch tun kann:

Bei kalten Fen die Durchblutung durch ausreichend Bewegung oder Fugymnastik frdern. Das Immunsystem durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernhrung, gengend Bewegung und nicht zu viel Stress strken.

Diabetiker sollten auf eine gute Einstellung ihres Blutzuckers achten. Raucher sollten versuchen, das Rauchen aufzugeben.