Chitoskin - eine neuartige Wundauflage auf Chitosan-Basis

  Durch die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Wundauflagen auf Chitosan-Basis erweitert die Sangui AG, Witten, ihr Produktangebot. Eine ihrer besonderen Kompetenzen als Entwicklungsunternehmen liegt auf dem Gebiet der natürlichen Regeneration der Haut sowie in der Behandlung chronischer Wunden durch Hämoglobin-Zubereitungen.

Das natürliche Polymer Chitin - das Ausgangsmaterial für Chitosan - ist nach Cellulose das am schnellsten nachwachsende Biopolymer. Chitosan wird durch Deacetylierung von Chitin gewonnen. Als natürliche Polymere zeichnen sich Chitin und Chitosan durch ihre große Gewebe-Verträglichkeit aus, darüber hinaus sind sie bio-verwertbar und bio-abbaubar.

Das Naturpolymer Chitosan hat herausragende Eigenschaften, die für die Wundbehandlung eine bedeutende Rolle spielen. Chitosan zeigt in allen Phasen der Wundheilung aufgrund seiner besonderen molekularen Struktur nicht nur wünschenswerte physikalische, sondern zugleich aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der natürlichen Gewebematrix günstige biologische Wirkungen. Die derzeit marktführenden Produkte zur feuchten Wundbehandlung basieren vorwiegend auf Hydrokolloiden, Polyacrylaten oder Alginaten und wirken dagegen lediglich rein physikalisch.

Die Chitosan-Wundauflage "Chitoskin" hemmt die Bakterienbildung, verhindert Entzündungen, speichert Feuchtigkeit und bindet Proteine sowie Gerüche. Im Vergleich zu herkömmlichen Wundauflagen ist eine schnellere Wundheilung zu beobachten.

"Chitoskin" wird bereits seit über 10 Jahren erfolgreich in Russland bei der Wundversorgung eingesetzt. Sie besteht aus chemisch vernetztem Chitosan in Verbindung mit Kollagen. Der heilende Effekt kann durch Zusatz bestimmter Wirkstoffe noch gesteigert werden.

Diese Erkenntnisse werden durch Ergebnisse von pharmakologischen Untersuchungen und Studien, die an russischen Kliniken in den Jahren 1992 bis 2002 durchgeführt wurden, untermauert.

In Deutschland ist die Markteinführung der Chitosan-Wundauflage "Chitoskin" für März 2004 geplant.